Autor: SomethingOdd

  • Planung für den Dschungelkatzenbalkon 2026

    Planung für den Dschungelkatzenbalkon 2026

    Na, kribbeln euch auch schon die Fingerspitzen vor lauter Vorfreude auf die Gartensaison?

    Mir auf jeden Fall! Auf Social Media sieht man bereits die ersten Anzuchtfotos und -videos und man selber kann es auch kaum erwarten, endlich wieder loszulegen.

    Aber gut Ding will Weile haben. Ich fange erst im Februar mit meinen Aussaaten an. Und was ich alles anpflanze nächstes Jahr? Das erfahrt ihr hier in meinem kleinen Planungsbeitrag.

    Wie bin ich vorgegangen?

    In der erholsamen Zeit zwischen den Jahren habe ich mich mit meinem Saatgutkasten hingesetzt und jede Saatguttüte einzeln betrachtet. Die Tüten sind nach Kulturen aufgeteilt:

    • Erbse
    • Tomate
    • Gurke
    • Kräuter
    • Zucchini
    • Tomatillo
    • Chili
    • Bohne
    • Paprika
    • Kartoffel
    • Salat
    • Aubergine
    • Kürbis
    • Mais
    • Kohl
    • Blumen
    • Anderes

    Bei manchen habe ich mehr, bei manchen weniger Tütchen. Wie bereits in meinem Beitrag Top 10 Vorsätze für den Dschungelkatzenbalkon 2026 erwähnt, möchte ich mich dieses Jahr etwas mit der Anzahl der Pflanzen auf dem Dschungelkatzenbalkon zurücknehmen. Deswegen fiel es mir mitunter sehr schwer, mich teilweise nur für eine Sorte pro Kultur zu entscheiden. (Spoiler: Das ist mir natürlich nicht jedes Mal gelungen).

    Ich bin also wie folgt vorgegangen: Pro Kultur habe ich mir überlegt, welche Wuchsformen bzw. Wuchstypen ich anbauen möchte. Zum Beispiel bei den Bohnen: Hier hätte ich gerne einmal rankende Stangenbohnen und einmal kompakte Buschbohnen. Trockenbohnen möchte ich hingegen dieses Jahr nicht anbauen.

    Da ich aber pro Type idealerweise nur eine Pflanze kultivieren möchte, habe ich mir im nächsten Schritt die Anweisungen auf dem Samentütchen (und teilweise im Internet) durchgelesen.

    Spricht mich das an? Habe ich die Sorte womöglich schon mal angebaut oder möchte ich lieber eine neue ausprobieren? Und ganz wichtig: Ist der Platz dafür vorhanden?

    Und so bin ich jedes einzelne Fach meines Kartons durchgegangen, bis ich eine gute Auswahl an verschiedenen Pflanzen hatte.

    Platz und zeitliche Aspekte

    Im nächsten Schritt habe ich eine grobe Skizze des Dschungelkatzenbalkons angefertigt und eingezeichnet, wo ich Platz für wie viele Töpfe habe. Mein Partner hat mir zu Weihnachten ein neues Regal für den Dschungelkatzenbalkon geschenkt. Das eröffnet mir ganz neue Möglichkeiten! Deswegen habe ich teilweise auch die leeren Töpfe an den jeweiligen Plätzen platziert um sicherzugehen, dass sie da auch wirklich hinpassen.

    Dann habe ich mir folgende Fragen gestellt:

    • Welche Pflanze braucht einen wie großen Topf und wo passt er hin?
      (große Kulturen wie Kürbis oder Zucchini möchte ich dieses Jahr in meinen 30l Pflanzsäcken pflanzen; die passen beispielsweise nicht überall hin)
    • Wie viel Sonne braucht die Pflanze und wo scheint sie am meisten?
      (die Tomatillos kommen wieder in die pralle Sonne auf der Brüstung, die Himbeere lieber etwas geschützter neben die Katzentonne)
    • Kommt sich die Pflanze womöglich mit anderen Kulturen in die Quere?
      (rankt mir die Zucchini womöglich quer in meine Gurke)
    • Wo sind die Pflanzen sicher vor den Dschungelkatzen? Und wie kann ich sie ggf. schützen?
      (und wo kann ich ggf. Schutzmaßnahmen auch anbringen)

    Herausgekommen ist das:

    Grade in Anbetracht der vielen Blumen wird das vielleicht mitunter eine knappe Kiste.

    Aber noch ist nichts in Stein gemeißelt. Und für den Anfang ist mir das eine große Hilfe abzuschätzen, wie ich dieses Jahr die Pflanzen anordnen kann. Und es kann natürlich immer noch etwas schief gehen bei der Anzucht – oder ich eskaliere wieder in einem Gartencenter. 🙈

    Im letzten Schritt habe ich mir noch notiert, wann welche Sorte jeweils ausgesät werden kann und zwar alle möglichen Zeiträume:

    So kann ich bei etwaigen Platzmangel immer noch die eine Kultur später oder früher aussäen bzw. raussetzen. Und ich kann einen zweiten Anzuchtversuch starten, falls es beim ersten Mal nicht geklappt hat.

    Und schlussendlich habe ich mir einen Jahresplan ausgearbeitet, was ich wann aussäe:

    Ich weiß, ich habe mal wieder heillos übertrieben. Aber ich liebe einfach diese bunte Vielfalt auf dem Balkon! Und den Dschungelkatzen wird es hoffentlich auch gefallen.

  • Rezension: „Mein Biotop auf dem Balkon. Naturerlebnis und Ernteglück mitten in der Stadt“

    Rezension: „Mein Biotop auf dem Balkon. Naturerlebnis und Ernteglück mitten in der Stadt“

    In diesem Buch berichtet die Autorin Birgit Schattling von ihrem Bio-Balkon im 6. Stock in Berlin. Ihr Ziel: Mehr Menschen sollen ihren Balkon nutzen. Aber nicht als Abstellplatz für Bierkästen, sondern als Biotop für Mensch, Tier und Umwelt. Ihr Buch soll als Inspiration dienen und verschiedene Möglichkeiten der Nutzung vorstellen.

    Gemäß dieses Mottos will sie zunächst die Leser:innen ermutigen, diesen Schritt zu wagen und geht alle etwaigen Gegenargumente durch, die man gegen das Balkongärtnern haben könnte, wie beispielsweise keinen grünen Daumen zu haben und widerlegt diese.

    Titel: Mein Biotop auf dem Balkon. Naturerlebnis und Ernteglück mitten in der Stadt
    Autorin: Birgit Schattling
    ISBN: 978-3-8338-7352-2 Verlag: Gräfe und Unzer Verlag GmbH
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 04.03.2020

    In diesem Buch berichtet die Autorin Birgit Schattling von ihrem Bio-Balkon im 6. Stock in Berlin. Ihr Ziel: Mehr Menschen sollen ihren Balkon nutzen. Aber nicht als Abstellplatz für Bierkästen, sondern als Biotop für Mensch, Tier und Umwelt. Ihr Buch soll als Inspiration dienen und verschiedene Möglichkeiten der Nutzung vorstellen.

    Gemäß dieses Mottos will sie zunächst die Leser:innen ermutigen, diesen Schritt zu wagen und geht alle etwaigen Gegenargumente durch, die man gegen das Balkongärtnern haben könnte, wie beispielsweise keinen grünen Daumen zu haben und widerlegt diese.

    Das erste große Kapitel beschäftigt sich mit der Planung. Man soll zunächst beobachten, welche Bedingungen auf dem Balkon vorherrschen und dahingehend eine Skizze anfertigen. Die jeweiligen Lichtbedingungen sind die Grundlage für die Pflanzenauswahl. Zu bedenken ist dabei auch, dass es sogar auf Südbalkonen schattige Plätze geben kann, z.B. durch eine vorhandene Brüstung. Alle anderen Faktoren wie Wasser oder Nährstoffe sind vom Menschen beeinflussbar, die Lage jedoch nicht. Zudem sollte man bedenken, dass Pflanzen auf dem Balkon für ein Mikroklima sorgen und die Temperatur sogar runter kühlen können. Auch die Traglast und Sicherung von Balkonkästen ist ein wichtiges Thema, sowie der Zeitfaktor, der fürs Balkongärtnern benötigt wird (z.B. sind mehrjährige Pflanzen weniger pflegeintensiv als einjährige).

    Als weitere Entscheidungskriterien bei der Pflanzenwahl nennt sie Insektenfreundlichkeit und Frosthärte. Die eher ungewöhnliche Idee der Autorin ist es, Pflanzen auszuwählen, die bestimmte Tiere anlocken, die man gerne auf dem Balkon haben will, z.B. Spatzen.

    Die Autorin empfiehlt generell ein Balkonbüchlein zu führen, um bislang gemachte Erfahrungen auf dem Balkon festzuhalten, und zwar sowohl Erfolge als auch Misserfolge.

    Das nächstgrößere Kapitel ist die Praxis. Hier geht die Autorin nacheinander auf die wichtigsten Punkte ein:

    • Werkzeuge: Bei Kauf auf Qualität achten, ansonsten kann man vieles aus dem Haushalt zweckentfremden, z.B. alte Gabel zum Auflockern der Erde.
    • Erde: Sie sollte gut Wasser halten, drainieren, strukturstabil sein (nicht zusammenfallen oder verhärten) und Nährstoffe beinhalten. Anstatt der preiswerten konventionellen Erden sollte man besser torffreie Bioerde kaufen oder sie selber mischen; hierfür gibt sie auch entsprechende Anleitungen mit Mischverhältnissen. Es wird auf die Wichtigkeit von torffreier Erde eingegangen und warum Erde nicht torfarm oder -reduziert sein darf. Ebenfalls geht die Autorin auf den individuellen Nährstoffbedarf einzelner Arten ein (Kräuter, Gemüse, Wildblumen). Auch vegane Erde findet Erwähnung.
    • Pflanzgefäße: Kann man umsonst vom Wertstoffsammelhof oder gar dem Friedhof bekommen. Auch gibt die Autorin Infos zu den jeweiligen Materialien und auch einige DIY-Ideen sind dabei. Wenn man zum Beispiel ca. 3 cm von unten Löcher in die Seitenwände eines Topfes bohrt, so hat man ein Gefäß mit Wasserreservoir plus Abflusslöcher. Platzsparend und rückenschonend sind Hoch- oder Vertikalbeete, aber auch vertikales Gärtnern oder Konstruktionen wie Hanging Baskets werden vorgestellt.
    • Pflanzen: Worauf sollte man beim Kauf von Saatgut und Jungpflanzen achten; bei mehrjährigen Pflanzen ist zusätzlich zu beachten ob sie frosthart (=draußen überwintern) sind oder ob man sie drinnen überwintern muss, wofür man natürlich den Platz und die richtigen Bedingungen braucht. Einheimische Pflanzen sind exotischen vorzuziehen, da sie besser an unsere Insekten, Ökosystem und Klima angepasst sind. Bei Blumen sollte man unbedingt auf ungefüllte Blüten achten, da bei gefüllten die nekatar- und/oder pollentragenden Blütenteile in sterile Blütenblätter umgezüchtet wurden. Die Autorin betont, dass nicht alles, wo bio draufsteht, auch gut ist; hier gibt es mitunter lange Transportwege und generell sollte man lieber bei örtlichen Gärtnereien anstatt im Baumarkt kaufen, da man Beratung und korrekte Beschilderungen erwarten kann. Kauft man online, fällt zwar Verpackungsmüll an, aber man hat auch mehr Auswahl, z.B. bei Wildpflanzen. Die Autorin empfiehlt auch Saatguttauschbörsen, aber man soll bitte immer samenfestes Bio-Saatgut kaufen (Anbieter werden im Anhang genannt). Dazu passend wird ein kurzer Exkurs zu „Samen gewinnen“ eingeschoben, aber das Ganze wird leider nur oberflächlich angekratzt. Interessant ist jedoch, dass wenn man eigenes Saatgut jedes Jahr erneut sät und sammelt, man optimal an den Balkon angepasste Pflanzen erhält.
    • Aussaat: Hier gibt es eher allgemeine (Begriffs)Erklärungen. Es werden nachhaltige bzw. recycelte Anzuchtgefäße vorgestellt und die Pflanzung samt Planung und Platzierung (ausgewachsene Größe beachten!) wird besprochen.
    • Gießen: Die Devise lautet hier: weniger ist mehr. Die Autorin plädiert für lieber einmal durchdringend gießen und dann erst wieder wenn die Erde richtig trocken ist und die Pflanze schlappmacht. Auch gibt sie Tipps für Wochenendtrips und Kurzurlaub.
    • Mulchen
    • Düngen: Für die Autorin bedeutet biologisches Gärtnern, dass man durch Düngen den Bioorganismen eine Nahrungsgrundlage schafft und somit den Boden pflegt. Aktives Bodenleben ist eine Voraussetzung für gesundes Wachstum der Pflanze. Sie empfiehlt selbsthergestellte nachhaltige Dünger wie Kräuterjauchen, Biodünger wie Bokashi, Wurmkiste (wozu es auch ein Special gibt), Schafwollpellets und Effektive Mikroorganismen, aber keine mineralischen Dünger (die nicht das Bodenleben fördern), sondern nur organische Dünger. Gekaufte Erde ist steril, d.h. dass oftmals aber auch keine Mikroorganismen mehr am Leben sind. Bei Neupflanzung ist zu beachten, dass Starkzehrer eine Düngergabe bekommen, Mittel- und Schwachzehrer aber nicht. Eine Nachdüngung ist in der Regal nach ca. 8-12 Wochen fällig, wenn die Nährstoffe in der Erde verbraucht sind (Angaben finden sich auf der Erdverpackung).

    Die Autorin vermeidet die Begriffe „Nützlinge“ und „Schädlinge“, sondern vertritt vielmehr die Meinung, dass wenn eine Pflanze kränkelt, der Mensch etwas falsch gemacht hat. Man soll daher auf die Artenvielfalt achten und die Widerstandskraft der Pflanze stärken, dann machen Kulturfehler nicht so viel aus. Wichtig ist auch der richtige Standort, Gießen und Düngen etc. Hier ist der nervige Öko-Ton besonders präsent und mutet leicht sektenartig mit Formulierungen wie „wir machen das nicht“ an.

    Ein weiteres Kapitel behandelt das Überwintern. Auf Stadtbalkonen ist vieles auch ohne Schutz möglich. Will man im Haus überwintern, sollten die entsprechenden Bedingungen (10°C Raumtemperatur und viel Licht) erfüllt sein. Der Neustart findet im Frühjahr mit Rückschnitt, Umtopfen und (alte) Erde aufbereiten statt. Das ökologische Vorgehen, dass man erst im Frühjahr aufräumt, besteht darin, dass man ansonsten Nahrung und Unterschlupf für Insekten und Co. zerstören könnte.

    Im letzten großen Kapitel werden verschiedene Bio-Balkon-Typen vorgestellt. Zwischen den einzelnen Balkontypen werden Balkone von realen Personen „vorgestellt“. Diese zweiseitigen Portraits finde ich eher mau. Stattdessen möchte ich lieber auf die Balkontypen eingehen.

    Der erste Typ ist der Naschbalkon, bei dem Obst (Erdbeeren, Säulenobst, Him-, Johannis- und Stachelbeeren) im Fokus stehen. Jeder Sorte wird ein kurzer Absatz mit allgemeinen Pflegehinweisen gewidmet. Der Abschnitt schließt ab mit Sortenempfehlungen und Pflanzen, die es nicht in den Fließtext geschafft haben, wie Heidel- und Gojibeere.

    Der zweite Typ ist der Selbstversorger-Balkon. Mit großen Pflanzgefäßen kann man theoretisch fast das ganze Jahr hindurch Gemüse ernten, weswegen in diesem Abschnitt hauptsächlich dafür Tipps und Anleitungen gegeben werden. Für eine optimale Platzausnutzung wird ein Vertikalbeet empfohlen: Wintergemüse wächst dort bis Mitte Mai, danach kommt das Sommergemüse und umgekehrt. Eingebaute überdachte Balkone profitieren im Winteranbau von der niedrig stehenden Wintersonne, da sie Ecken erreicht, die im Sommer kein Licht abbekommen. Zudem strahlen die Wände Wärme ab. Auch im Frühjahr ist ein früherer Start möglich, auch wenn man ggf. nachts die Pflanzen noch mit einem Vlies abdecken muss.

    Da die Autorin Mischkultur eher beim Ertragsanbau als auf Balkonen sieht, schneidet sie dieses Thema nicht an. Sie konzentriert sich stattdessen auf für den Balkon geeignete Unterpflanzungen wie beispielsweise Salat unter Tomaten. Sie rät von Minigemüse ab, da diese in ihren Augen keine gute Ernte einfahren. Sie plädiert zu großen Pflanzen, v.a. für Südbalkone, da sie Schatten spenden und somit für Abkühlung sorgen. Zum Abschluss behandelt sie noch Obst in der selben Art und Weise wie Gemüse (Wuchs, Pflege, Substrat, Sonne). Es ist ganz okay, aber es werden längst nicht alle Arten vorgestellt. Auberginen fehlen z.B. gänzlich.

    Der dritte Typ ist der Kräuterbalkon. Kräuter gehen auf jedem Balkon, wenn man sich an deren natürlichem Lebensraum orientiert. Auch sind sie wichtig für Tiere. Hier tritt die Spiritualität, die das ganze Buch durchzieht, leider besonders stark hervor.

    Der vierte Typ ist der Insektenbalkon. Die Autorin plädiert für eine Unterstützung der Wildbienen durch v.a. heimische Wildblumen. Sie erklärt auch, dass Pollen (Blütenstaub) wichtig für die Brut und der Nektar für die Weibchen ist. Auch erläutert sie kurz den Lebenszyklus der Wildbienen. Sie spricht Empfehlungen für ein ganzjähriges Angebot an Wildblumen auf dem Balkon aus. Auch erwähnt sie Insektennisthilfen, wie beispielsweise aufrecht stehende, tote hohle Stängel von Sonnenblume, Himbeere, Brombeere (weswegen man die Pflanzen auch über den Winter stehen lassen sollte). Wenn man solche Hilfen kaufen möchte, erläutert sie auch, worauf man beim Kauf achten sollte. Auch sollte man den Balkon nachts nicht beleuchten wenn möglich. Sie schließt wieder mit kurzen Portraits ab, gespickt mit zusätzlichen Informationen für wen was geeignet ist (z.B. Brennsessel für Schmetterlinge).

    Der letzte Typ ist der Vogelbalkon. Hier steht im Fokus, welche Pflanzen und Architektur für Vögel (Futter, Tränke, Nistmöglichkeiten) am sinnvollsten sind. Sie erläutert, welches Futter für welche Vögel geeignet ist; wie Futter aufgestellt/-gehängt werden sollte; dass man Futter auch selber herstellen kann; und auch die Hygiene wird angesprochen. Auch rechtliches bzw. Probleme wie Nachbarstreitigkeiten werden angesprochen und Lösungen dafür angeboten. Sie warnt auch, dass Vögel womöglich Pflanzen anfressen oder zerstören. Zum Schluss folgt auch wie bisher eine Übersicht mit Pflanzen für Vögel.

    Das Buch schließt ab mit einer Seite Buchempfehlungen (auch zum Thema Wildbienen), Kaufadressen und anderen hilfreichen Seiten sowie einem Register.

    Fazit 3/5

    Das Buch stellt eine gute Mischung aus eigener Erfahrung und wertvollen Tipps dar. Bis auf wenige Ausnahmen ist alles handfest und informativ. Spannend sind auch die Tipps zu Wildbienen und Vögeln.

    Das übersichtliche Design überzeugt mit den zusammenfassenden Übersichten in farbigen Kästen und Tabellen.

    Generell finden sich in diesem Buch einige Re- und Upcycling-Tipps, die sich super in das Gesamtkonzept einfügen. Hier zeigt sich, was ich in meiner Rezension zu „Grüner geht’s nicht. Nachhaltig gärtnern auf dem Balkon“ meinte, dass man nicht extra ein Nachhaltigkeitsbuch braucht, wenn man es so geschickt wie hier einfach in einen normalen Gartenratgeber einfließen lassen kann

    Ab den Bio-Balkon-Typen verliert mich das Buch jedoch etwas, da ab hier weniger Infos, sondern sehr allgemeine und falsche (?) Infos (z.B. dass man Stachelbeere und rote Johannisbeere am einjährigen Holz fruchten) vorgetragen werden. Der Stil ist oftmals recht esoterisch und mitunter echt grenzwertig: „Der Anfang ist Planung. Einen Überblick verschaffen über die Voraussetzungen, die der eigene Balkon bietet, und die Wünsche. Wichtig ist Platz für eine gemütliche Sitzecke“ (s. 14). Ständig soll alles mit Sinnen wahrgenommen werden.

    Sieht man jedoch von den Balkontypen und dem Ton ab, ist das Buch aber echt gut.

  • Top 10 Vorsätze für den Dschungelkatzenbalkon 2026

    Top 10 Vorsätze für den Dschungelkatzenbalkon 2026

    Wie wahrscheinlich viele von euch, habe auch ich einige Vorsätze für 2026 – allerdings nur den Dschungelkatzenbalkon betreffend. 😁

    Hier sind meine Top 10 Vorsätze für die Balkongartensaison 2026.


    10) Mehr Pflanzen drinnen kultivieren

    Zugegeben, es ist nicht optimal, Pflanzen auf der Fensterbank zu kultivieren. Man denke nur an die alljährliche Trauermücken-Plage in der Anzuchtsaison. Aber wenn der Platz draußen begrenzt ist, warum nicht mal drinnen probieren? Geplant sind für 2026 auf jeden Fall ein paar Küchenkräuter, Salat und eine Erdnuss. Und natürlich Katzengras.


      9) Bewässerungssysteme nutzen

      Vor gar nicht mal so langer Zeit habe ich mir einige (Ton)Kegelsysteme zur Bewässerung gekauft und so gut wie nie benutzt. Das soll dieses Jahr anders sein. Vielleicht bekomme ich ja mal so den Bogen mit dem Gießen raus.


      8) Effizienter planen

      Sich zu überlegen, was man pflanzen möchte, und es dann auch realistisch umzusetzen, kann mitunter tricky sein. Ich meine, wer denkt bei einem kleinen Gurkensetzling mal an den Riesentrümmer, der da letztlich draus wächst? Ich für meinen Teil lasse das gerne mal unter den Tisch fallen. Aber dieses Jahr will ich bei der Planung auch die endgültige Höhe und Breite sowie die artenspezifischen Ansprüche (Vollsonne – Halbschatten etc.) miteinkalkulieren. Auch wenn es bedeutet, schlussendlich weniger zu pflanzen. Auch damit muss ich leben.


      7) Die optimalen Anzuchtbedingungen finden

      Die perfekte Anzucht zeichnet sich durch das richtige Verhältnis von Licht und Temperatur aus. Um auch hier die optimalen Bedingungen zu schaffen, möchte ich dieses Jahr etwas rumexperimentieren. Hierfür werde ich verschiedene Anzuchtstationen mit verschiedenen Parametern aufbauen: Einmal mit LED und einmal mit natürlichem Licht; einmal mit gekaufter Anzuchterde und einmal mit selbstgemachter; einmal im Keller, einmal im Flur und einmal am Südfenster. Von den Ergebnissen werde ich natürlich hier berichten.


      6) Mehr Platz für die Dschungelkatzen schaffen

      Durch die (im wahrsten Sinne des Wortes) Dschungelkultur auf dem Dschungelkatzenbalkon, haben die Katzen leider teilweise wenig Platz zum Rumtoben oder Relaxen (außer halt direkt in den Töpfen). Auch das möchte ich dieses Jahr ändern. Geplant ist sogar eine kleine Katzenecke, in der ich ausprobieren möchte, ob frischer Baldrian genauso gut bei den Dschungelkatzen ankommt wie getrockneter.


      5) Pflanzen vor den Dschungelkatzen schützen

      Ergänzend dazu möchte ich die nicht für die Dschungelkatzen geeigneten Pflanzen etwas schützen, so dass sie nicht mehr so frei zugänglich sind. Ich denke hier besonders an Lilly, die prinzipiell alles anknabbert, was grün ist. Zumindest die giftigen Pflanzen möchte ich sichern, so dass die Dschungelkatzen auch mal unbeaufsichtigt auf den Balkon können.


      4) Neue Sorten ausprobieren

      Das ist eigentlich ziemlich selbsterklärend und setze ich auch bereits jedes Jahr um. Aber es gibt sooo viele coole Sorten, dass ich wohl niemals alle ausprobieren kann. Ach hätte ich doch nur mehr Platz. 😣


      3) Mit meinen Flop 10 aufräumen

      Kennt ihr meine Flop 10 Kulturen, die auf dem Dschungelkatzenbalkon einfach nicht gelingen wollen? Dieses Jahr geht es ihnen an den Kragen. V.a. die Gurke steht dabei ganz oben auf meiner Liste. 🧐


      2) Für mehr Luftzirkulation sorgen

      Die letzten Jahre standen meine (ausgewachsenen, s. Punkt 8) Pflanzen viel zu dicht, was ihnen definitiv nicht gut getan hat. Dieses Jahr möchte ich ausreichend Platz zwischen den einzelnen Pflanzen schaffen, was ich auch durch größere Töpfe erreichen möchte.


      1) Mehr Ertrag

      Und zwar so viel, dass ich meine Ernte haltbar machen kann in Form von Dörren, Einkochen und Co. 💪

    • Der Dschungelkatzenbalkon im Winter

      Der Dschungelkatzenbalkon im Winter

      Die Feiertage sind vorbei und der erste Frost ist da. Die Tage sind trist und dunkel, leider nach wie vor kein Schnee…

      Hier auf dem Dschungelkatzenbalkon ist es ruhig geworden zum Ende des Jahres hin. Zum Glück, denn in letzter Zeit war ich beruflich stark eingespannt. Somit kam ich aber auch leider nicht rechtzeitig dazu, den Balkon winterfest zu machen… Aber ich bin ganz stolz auf mich, dass ich rechtzeitig meine Chilis zum Überwintern vor dem ersten Frost rein gebracht habe!

      Ich überwintere 5 Stück dieses Jahr; je 2x die Lila Luzi und die Fish Pepper sowie die Penischili. Ich habe die Pflanzen aufgeteilt: eine Lila Luzi und Fish Pepper überwintern am Küchenfenster, die anderen drei Chilis unten im Keller. Ich bin mal gespannt, ob Unterschiede erkennbar sein werden. Bislang hatte ich meine Pflanzen immer im Haus überwintert, was mal mehr, mal weniger gut funktioniert hat. Leider bin ich aber nicht mehr dazu gekommen, von meiner Physalis Stecklinge zu nehmen. Naja, an ihrem derzeitigen Platz auf dem Dschungelkatzenbalkon hatte sie sowieso zu wenig Sonne abbekommen.

      Ansonsten habe ich schon mal angefangen, auf dem Balkon grob aufzuräumen. Den Kartoffelturm habe ich gänzlich abgebaut; wo noch ein paar Pflanzen überlebt hatten, habe ich die Töpfe auf die Regale umverteilt. Ein paar leere, sehr durchwurzelte Pflanzen habe ich entsorgt; die restlichen abgestorbenen Pflanzen lasse ich voraussichtlich noch bis zum Frühling stehen. Vielleicht überwintern ja Insekten darin, wer weiß. Und bei einigen kann ich bestimmt noch die Erde wiederverwerten.

      Jetzt in den kalten Wintermonaten wächst nur noch wenig auf dem Dschungelkatzenbalkon:

      • etwas Rucola sowie der Mangold auf der Bank
      • die Brombeere und 2 Salate im Regal
      • Knoblauch auf dem Tisch und auf der Brüstung, ebenfalls ein paar Blumen- und Salatsetzlinge
      • Katzenminze auf dem Stuhl
      • ein kümmerlicher Grünkohl, noch mehr Knoblauch, eine noch nicht umgetopfte Himbeere und ein großer Brokkoli auf meinem Baumarktregal
      • weiterer Knoblauch in einem Blumenkasten und einem Pflanzsack
      • die ebenfalls nicht umgetopfte Heidelbeere und Johannisbeere
      • die Stachelbeere, der Pfirsich (samt Lavendel und Erdbeere) und die Rosen
      • ein paar Kräuter
      • im Hochbeet Knoblauch sowie Erdbeeren und es hängen noch meine Wintermarkerbsen am Regal.

      Wie ihr sehen könnt, habe ich so gut wie gar nichts frosthart eingepackt. Lediglich den Pfirsich und die Johannisbeere habe ich mit etwas Luftpolsterfolie eingepackt und die restlichen nicht umgetopften Beerensträucher mit Styropor unterstützt. Ich hoffe, sie halten es aus den Winter über. Andererseits ist es auf dem Dschungelkatzen deutlich geschützter als es beispielsweise in einem Garten der Fall wäre.

      Wenn mein Partner und ich dazu kommen, wollen wir noch zeitnah, wie im letzten Rundgang angesprochen, das Katzennetz erneuern. In dem Zug wird dann auch der Dschungelkatzenbalkon gereinigt. Mal schauen wie das wird; erfahrungsgemäß ist das mit vier sehr neugierigen Dschungelkatzen nicht so einfach. 😜

      Aber dafür haben wir noch den gesamten Januar Zeit; erst ab Februar geht es wieder los mit dem Aussäen. Ich kann es schon kaum erwarten!

      Was ich für nächstes Jahr geplant habe? Lasst euch überraschen – schon bald werdet ihr mehr erfahren.

    • Rezension: „Grüner geht’s nicht. Nachhaltig gärtnern auf dem Balkon“

      Rezension: „Grüner geht’s nicht. Nachhaltig gärtnern auf dem Balkon“


      Dieses Buch ist mir vor allem wegen der Autorin Melanie Öhlenhach ins Auge gefallen, von der ich bereits ein sehr gutes Balkongartenbuch daheim habe (Rezension folgt). Aber auch das Thema, das hier behandelt wird, spricht mich an: nachhaltig Gärtnern auf dem Balkon. Im Vorwort erklärt die Autorin, dass sie lange Zeit Nachhaltigkeit beim Gärtnern gar nicht auf dem Schirm hatte; immerhin ist doch schon jede Pflanze, die wächst, gut für die Umwelt. Doch auch hier fällt bei genauerer Betrachtung auf, dass längst nicht alles, was man fürs Gärtnern benötigt, nachhaltig ist: Plastikgefäße, torfhaltige Erde, nicht biologische Pflanzenschutzmittel – alles hinterlässt seine Spuren. Die Autorin erklärt jedoch im gleichen Atemzug, dass Nachhaltigkeit aber noch kein weitverbreitetes Thema in der Branche ist, zumal ja auch jeder Nachhaltigkeit anders definiert. Mit diesem Buch will sie durch Wissen, ihre Erfahrungen und Recherchen dazu beitragen, dies zu ändern.

      Titel: Grüner geht’s nicht. Nachhaltig gärtnern auf dem Balkon
      Autorin: Melanie Öhlenbach
      ISBN: 978-3-440-17110-3
      Verlag: Kosmos Uitgevers
      Seitenzahl: 128
      Erscheinungsdatum: 21.01.2021

      Dieses Buch ist mir vor allem wegen der Autorin Melanie Öhlenhach ins Auge gefallen, von der ich bereits ein sehr gutes Balkongartenbuch daheim habe (Rezension folgt). Aber auch das Thema, das hier behandelt wird, spricht mich an: nachhaltig Gärtnern auf dem Balkon. Im Vorwort erklärt die Autorin, dass sie lange Zeit Nachhaltigkeit beim Gärtnern gar nicht auf dem Schirm hatte; immerhin ist doch schon jede Pflanze, die wächst, gut für die Umwelt. Doch auch hier fällt bei genauerer Betrachtung auf, dass längst nicht alles, was man fürs Gärtnern benötigt, nachhaltig ist: Plastikgefäße, torfhaltige Erde, nicht biologische Pflanzenschutzmittel – alles hinterlässt seine Spuren. Die Autorin erklärt jedoch im gleichen Atemzug, dass Nachhaltigkeit aber noch kein weitverbreitetes Thema in der Branche ist, zumal ja auch jeder Nachhaltigkeit anders definiert. Mit diesem Buch will sie durch Wissen, ihre Erfahrungen und Recherchen dazu beitragen, dies zu ändern.

      Im ersten Teil geht es zunächst um nachhaltige Ausrüstung. Zwei Punkte sind hierbei von besonderer Bedeutung: Nicht alles braucht man neu zu kaufen (z.B. kann man den Flohmarkt besuchen oder Upcycling betreiben) und wenn man etwas kauft, sollten es stets hochwertige Waren oder Geräte sein, da sie länger halten.

      Die Autorin geht im Zuge dessen genauer auf einzelne Kategorien ein, wie beispielsweise Pflanzgefäße. So ist beispielsweise bei Plastiktöpfen das Recycling schwierig, da sich Plastik nicht vollständig zersetzt, sondern über Jahrhunderte hinweg in Mikroplastik zerfällt. Nachhaltiger wäre es daher, Plastikgefäße gebraucht oder aus Recyclingmaterial zu kaufen. Keramik und Co. sind zwar generell nachhaltiger, aber dafür auch teurer. Sie sollten aber unbedingt regional hergestellt sein und nicht aus Niedriglohnländern importiert.

      Vieles was man zum Gärtnern braucht ist bereits im Haushalt vorhanden und kann zweckentfremdet werden: Weinkisten oder Spankörbe von gekauften Pilzen oder Obst können als Pflanzgefäße verwendet werden, Joghurtbecher für die Anzucht, Karaffen als Gießkannen, Teller als Untersetzer, Suppenkellen oder Löffel als Schaufeln, Zweige von heimischen Gehölzen zum Anbinden (anstelle von Bambus, der von weit her kommt), Essstäbchen zum Pikieren, und noch viele weitere Ideen werden aufgeführt.

      Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Erde. Die Autorin vertritt die Meinung, dass man nicht jede Spezialerde aus dem Geschäft braucht. Für sie reicht eine normale und eine Anzuchterde vollkommen aus. Die herkömmliche Erde passt sie dann jeweils an die Bedürfnisse der Pflanzen an: Für die Starkzehrer mischt sie Langzeitdünger bei, für die Schwachzehrer nimmt sie gebrauchte Erde. Generell ist es sinnvoll, alte Erde aufzubereiten. Das spart Geld, Verpackungsmüll und der Weg zum Gartencenter sowie das Schleppen von Säcken bleibt einem auch erspart. Für den Kauf der Erde gibt sie den Leser:innen noch ein paar Tipps an die Hand und macht vor allem darauf aufmerksam, dass auch Bioerde Torf und Kokosfasern beinhalten kann. Bioerde bedeutet lediglich, dass organischer Dünger beigemischt wurde, der kann aber auch aus der konventionellen Landwirtschaft stammen. Daher sollte man zusätzlich auf das Label „vegan“ achten. Zum Abschluss folgt noch eine Übersicht über die einzelnen Bestandteile von Erde.

      Im zweiten Teil geht aus um die Pflanzenwahl.

      Jungpflanzen sollten möglichst bei regionalen Gärtnereien beschafft werden oder (sowie Saatgut) bei Tauschbörsen oder Flohmärkten, online oder vor Ort.

      Zu beachten ist auch die jeweilige Lebensdauer: Es gibt einjährige Pflanzen (bilden in einem Jahr Wurzeln, Blätter, Blüten und Samen und sterben danach ab, wie beispielsweise Zucchini), zweijährige (bilden im zweiten Jahr Blüten und Samen, wie beispielsweise Radieschen) und mehrjährige (zum Beispiel Stauden). Auch dies lässt sich im Auge der Nachhaltigkeit betrachten.

      Es folgt ein Abschnitt über das richtige Platzieren der Pflanzen auf dem Balkon. Hierbei sind die Faktoren Sonne, Schatten, Dach als Regenschutz und ein Vorsprung als Schutz vor Wind miteinzukalkulieren. Die Autorin rät zur Beobachtung und Testung der entsprechenden Parameter, bevor man sich für die entsprechenden Pflanzen entscheidet.

      Ein etwas größerer Abschnitt befasst sich mit der Vermehrung von Pflanzen. Es folgt eine Übersicht und eine Anleitung mit den verschiedenen Vermehrungsarten: Saatgut, Teilung, Ausläufer, Stecklinge/Absenken. Vermehrung ist eine gute und vor allem nachhaltige Alternative zum Neukauf. Zum einen unterstützt man damit die Sortenvielfalt und zum anderen fördert das die Unabhängigkeit von großen Unternehmen. Auch selber Anbauen trägt zum Erhalt der Sortenvielfalt bei, da im Handel nur bestimmte Sorten erhältlich sind, die sich in großen Mengen ernten lassen und lange lagerbar sind. Durch die Agrarindustrie ist also viel Geschmack und Vielfalt verloren gegangen, die man sich durch Saatgut wieder ins Haus holen kann.

      Der dritte Teil beschäftigt sich mit dem erfolgreichen Pflegen von Pflanzen.
      Hier werden die Klassiker behandelt:

      • Gießen (inklusive Bewässerungshilfen und einer Anleitung zum Olla bauen)
      • Düngen (inklusive Übersicht der verschiedenen Dünger und wie man Dünger auch selber machen kann, v.a. unter dem Gesichtspunkt des Geldsparens und dass man weiß, was drin ist; unter anderem behandelt werden Bokashi, Mini-Komposter, Plfanzenjauchen und -brühen wie beispielsweise Ackerschachtelhalmbrühe und natürliche Dünger aus dem Haushalt, z.B. Kaffee)
      • Mischkultur und Fruchtfolge (jedoch keine Tabelle, sondern eher Empfehlungen, wie man experimentieren oder kurze Texte, was funktionieren kann, z.B. Flach- und Tiefwurzler gemeinsam)
      • Unkraut
      • Schädlinge (regelmäßig kontrollieren und auf natürliche Gegenspieler setzen; generell findet man hier aber eher die gängigen Tipps. Zwar wird auf einzelne Schädlinge und Krankheitsbilder eingegangen, die Autorin empfiehlt aber Apps zur genaueren Bestimmung)
      • Überwintern

      Interessant ist der Hinweis, dass Gründüngung auch auf dem Balkon möglich ist; es werden sogar Empfehlungen ausgesprochen.

      Abschließend folgen noch einige Pflanzenportraits.
      Symbole verweisen bei jeder Pflanze auf die Eigenschaften sonniger/halbschattiger/schattiger Standort, Überwintern möglich ja/nein, Kulturdauer, Vogel- und/oder Insektenfreundlich, Stark-/Mittel-/Schwachzehrer.
      Aufgeteilt ist der Teil in die jeweilige Überkategorie (Gemüse, Obst, Kräuter, Blumen) und ein kurzes generelles Vorwort/Einleitung, die dann in den Portraits spezifiziert werden. Die Portraits sind jedoch sehr kurz und knackig und umfassen nur jeweils eine halbe Seite.
      Bei den Obstsorten werden zum Beispiel zwar viele spezielle Balkonzüchtungen vorgestellt und es werden noch allgemeine Pflegehinweise erwähnt. Jedoch werden hier eher Klassiker genannt und auch nur Beeren; Steinobst wird nur im Vorwort erwähnt.
      Die Kräuter sind besonders knapp und unspezifisch mit Tipps wie „gelegentlich gießen“.
      Der Blumenteil überrascht jedoch positiv, da hier eher seltene und „außergewöhnliche“ Sorten vorgestellt werden und nicht nur Standardsorten wie die Sonnenblume. Auch wird die Wichtigkeit für die Wildbienen betont, immerhin sind die erste Hummelköniginnen ab März bis in den Herbst hinein unterwegs. Um die Bestäuber:innen anzulocken ist es wichtig, keine gefüllten Blüten, sondern ungefüllte und heimische Wildpflanzen auf dem Balkon zu kultivieren.

      Fazit 2 ½ /5

      Das Buch hält was der Titel verspricht. Es ist in sich stimmig und die Thematik zieht sich durch das gesamte Buch, was sich auch im Design widerspiegelt. Es kommt im „Öko-“ bzw. „Baukastendesign“ daher, da zwischendurch immer wieder spannende Konzepte und Ideen vorgestellt werden, wie beispielsweise verschiedene DIY-Anleitungen (Pflanzkasten aus Weide flechten, Palettenregal, etc.). Sogar das Papier ist nachhaltig.

      Es sind viele wichtige Hinweise enthalten, wie zum Beispiel dass selbst bei Bioprodukten zur Schädlingsbekämpfung Nützlinge abgetötet werden können. Beim Lesen dieses Buches fängt man an, seinen eigenen Balkongarten zu hinterfragen.

      Leider verliert sich das Thema Nachhaltigkeit jedoch etwas in den Portraits, da sie so allgemein wirken wie in einem gewöhnlichen Balkongartenbuch. Hier kommt besonders das Zwitterwesen dieses Buches zum Vorschein: Eine Mischung aus Tipps zur Nachhaltigkeit und einem allgemeinen Guide für Anfänger. Hierzwischen verliert es leider manchmal den Fokus und man stellt sich unwillkürlich die Frage: Braucht es denn das? Hätte das nicht in einem „normalen“ Balkongartenbuch untergebracht werden können?

      Dennoch ist das Thema ein sehr wichtiges, und da ich die Autorin und ihren Stil mag, kann ich es all denjenigen empfehlen, die sich in dieses spezifische Thema mehr einlesen möchten.

    • Top 10 Glücksmomente der Dschungelkatzen

      Top 10 Glücksmomente der Dschungelkatzen


      Dies ist ausnahmsweise mal kein textlastiger Beitrag, sondern heute lasse ich mal die Bilder für sich sprechen. Denn was gibt es schöneres in den kalten und tristen Wintermonaten, als sich Bilder glücklicher Dschungelkatzen anzuschauen? Und obwohl grade draußen Minusgrade herrschen (und sogar ein bisschen Schnee liegt) und sich die kleinen Samtpfoten nicht unbedingt rauswagen, sind sie doch nach wie vor am glücklichsten, wenn sie Pflanzen und Natur um sich haben.


      10) Es muss nicht immer der Balkon sein – auch ein Fenster löst bei den Dschungelkatzen helle Begeisterung aus.


      9) Lilly ist einfach besonders. Sie lebt einfach das Motto „If I fits, I sits“.


      8) Sonne. Was gibt es besseres als Sonne. Egal ob vor dem Balkon…


      7) … oder direkt auf dem Balkon.


      6) Die Tonne ist definitiv ein Lieblingsplatz der Dschungelkatzen.


      5) Ebenfalls die Brüstung.


      4) Aber auch auf der Mama ist es sehr bequem.


      3) Aber Erde ist natürlich immer top.


      2) Egal für welches Körperteil.


      1) Aber am glücklichsten überhaupt war wohl Ryuk, als er letztes Jahr unerwartet leider einen Vogel auf dem Dschungelkatzenbalkon getötet hat. :/ Von allen Dschungelkatzen hätten wir das ihm am wenigsten zugetraut. Seither ist er ganz aus dem Häuschen, wenn er irgendwo Vögel sieht oder hört. Daher leider kein Vögelfüttern auf dem Dschungelkatzenbalkon…

    • Der Dschungelkatzenbalkon im Oktober

      Der Dschungelkatzenbalkon im Oktober

      Der Herbst ist endlich da und was für ein trister Herbst ist das bisher… Eigentlich ist dies ja meine Lieblingsjahreszeit. Wie sich das trübe und regnerische Wetter auf den Dschungelkatzenbalkon ausübt? Das zeige ich euch in einem kleinen Rundgang auf dem Dschungelkatzenbalkon im Oktober 2025.

      Auf der Bank befinden sich meine letzten Anzuchten für dieses Jahr: Mangold, Rucola (mit einem kümmerlichen Ysop) sowie in der Anzuchtplatte Kornblume, Ringelblume, Kopfsalat und Speisechrysantheme. Der Feldsalat ist leider nichts geworden.

      Der Spinat vor der Katzentonne kommt dafür so langsam.

      Die Physalis ist unverändert, aber im Regal gab es mal wieder einige Änderungen:

      • Unten: Die Mangomelone habe ich erfolgreich ertränkt und demzufolge entsorgt. Nicht umsonst zählt die Melone zu meinen Flop 10 Dschungelkatzenbalkon-Kulturen… Zuvor habe ich aber noch meine einzige Melone dieses Jahr geerntet. So sah sie aus:

      Und lecker war sie!

      • Mitte: Die Brombeere ist unverändert, der Butternut-Kürbis ist aber inzwischen (fruchtlos) dem Mehltau zum Erliegen gekommen; auch ihn habe ich entsorgt.
      • Oben: Hier stehen zunächst zwei Töpfe mit gebrauchter Erde, in die ich entweder Schwachzehrer wie den Salat o.ä. pflanzen oder die ich in meine Erdkiste sieben werde; das wird sich zeigen.
        Die Aubergine ist leider auch nach wie vor unverändert; ob das noch was wird dieses Jahr?
        An der Tomatenpaprika entwickelt sich die Frucht ganz okay, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob sie noch rechtzeitig ausreift.
        Die gelbe Gurke ist auch in den Pflanzenhimmel eingegangen, rest in peace.
        Die Paprika Chocobell hingegen ist echt der Hit dieses Jahr: 2 Stück konnte ich schon ernten. Und die sind so lecker! Auch wenn ich mir unsicher bin, ob die wirklich so klein sein sollen. 🤔

      Die Chilis haben leider keine Früchte mehr ausgebildet, aber mal schauen, ob ich sie überwintern kann dieses Jahr.

      Die Zinnie blüht immer noch; hier habe ich noch 2 Knoblauchzehen dazu gesteckt. Mein erster Versuch mit Knoblauch dieses Jahr. 🤓

      Die verblühte Sonnenblume steht nach wie vor an ihrem Platz.

      Der zweiten Tomatillo wurde es inzwischen zu kalt auf dem Dschungelkatzenbalkon. Ich habe sie komplett abgeerntet und den Topf zunächst stehenlassen; der kleine Grünkohl nebenan bekommt nun hoffentlich etwas mehr Licht ab. Ich musste ihn (so wie die anderen Kohlpflanzen auch) mit einem Kulturschutznetz abdecken, da irgendetwas deren Blätter kahlfrisst (wie ihr gleich sehen werdet).

      Die Pepino hat jetzt (!) Blüten ausgebildet. Na, das wird aber nichts mehr…

      Die Tomaten sind unverändert. Dafür
      schaut beim Knoblauch auf dem Tisch schon eine kleine grüne Spitze
      raus!

      In den Blumenkästen auf dem Tisch hatte ich leider keinen Erfolg; hier wächst nur ein einsamer Rettich Red Meat. Aber ich lasse sie stehen, um hier die kleinen Pflänzchen aus der Anzuchtschale von der Bank einzupflanzen.

      Der Stuhl ist relativ gleich gleichgeblieben; lediglich der leere Blumenkasten, wo ich ein letztes Mal probiert (und gescheitert seufz) habe, Radieschen auszusäen, ist hinzugekommen. Hier seht ihr übrigens meinen angefressenen Grünkohl – trotz Netz.

      Unter dem Stuhl ist immer noch der Pflanzsack. Hier bin ich mir unsicher, ob ich die Kartoffel (?) ausgraben sollte, oder sie über den Winter stehen lassen soll. Vor dem Stuhl steht nun meine neue Johannisbeere Ribest Violette (mein erster Hochstamm!), bis ich sie umgepflanzt habe.

      Meine Luffagurke wurde leider nicht bestäubt; auch manuell hatte ich keinen Erfolg. So schade…

      Daneben gibt es eine Erneuerung: Ich habe mir im Baumarkt für 10 € ein Regal gekauft, dass ich etwas zweckentfremdet habe und das nun als kleine Bank für meine Pflanzen unterhalb der Brüstung dient – in der Hoffnung, dass sie hier mehr Sonne abbekommen (aber nicht zu viel; im Sommer knallt hier die Sonne ganz schön hin). Hier stehen nun meine neue Heidelbeere Hortblue Petite (bzw. auf dem Foto im großen Kasten aufgrund der Stürme in letzter Zeit), ein Knoblauch (mit grüner Spitze!), meine neue Himbeere Lowberry Alltimer Baby Dwarf (ich konnte es nicht lassen 🙈), mein einer verbliebener Brokkoli (nachdem der andere kahlgefressen wurde) und ein ganzer Pflanzsack mit Knoblauch (ohne grüne Spitze).

      Im Kartoffelturm gab es ebenfalls keine Änderungen. Aber hier konnte ich doch tatsächlich eine (sehr große) Buschbohne ernten.

      Nachdem die gelbe Zucchini dem Mehltau dann doch erlegen ist, habe ich sie entfernt. Im Kasten stehen nun 2 Töpfe: ein ehemaliger (kahlgefressener…) Pak Choi, wo nur noch ein paar Speisechrysanthemen übriggeblieben sind und ein Rettich. Daneben steht ein weiterer Blumenkasten – voll mit Knoblauch.

      Unverändert sind auch die Rosen, der Pfirsich (inklusive Lavendel), die Stachelbeere, die Ringelblumen, die Spitzpaprika (inklusive Erdbeere). Am Hochregal habe ich am xx Wintererbsen ausgesät; die sind auch schon gekeimt.

      Die Tomate neben dem Hochbeet wurde durch einen weiteren Pflanzsack mit Knoblauch ersetzt (dieses Jahr will ich’s wissen 😎). Die Kräuter daneben haben sich halbiert, denn die Minze und den Oregano habe ich erfolgreich gekillt.

      Wie ihr seht, ist es im Herbst deutlich ruhiger und leerer auf dem Dschungelkatzenbalkon geworden. Größere Veränderungen sind vorerst nicht mehr geplant, aber bei mir kann man ja bekanntlich nie wissen. 😜

      Obwohl man ja Aufräumarbeiten eher auf das Frühjahr verlegen sollte, versuche ich trotzdem, den Dschungelkatzenbalkon bis zum Winter etwas leerer zu bekommen, da wir das Katzennetz neu machen müssen; da wäre mehr Platz definitiv von Vorteil. Schauen wir mal, wie gut das klappt.

    • Rezension: „Mein wundervoller Naschbalkon. Mit Obst, Gemüse und Kräutern ideenreich gestaltet“

      Rezension: „Mein wundervoller Naschbalkon. Mit Obst, Gemüse und Kräutern ideenreich gestaltet“

      Endlich mal ein reines Balkongartenbuch und was für ein schön gestaltetes noch dazu! Hier berichtet die Autorin von ihren 10 Jahren Erfahrung mit einem Südbalkon. Das Buch wird in die großen Bereiche Gemüse, Obst und Praxis geteilt. Das bildorientierte, offene Layout lädt sofort zum Schmökern ein. Die Bilder sind oft ganzseitig und passen sich wunderbar in den Text ein.

      Auf der Verlagsseite findet man einen schönen Blick ins Buch:

      https://www.ulmer.de/usd-6993725/mein-wundervoller-naschbalkon-.html

      Titel: Mein wundervoller Naschbalkon. Mit Obst, Gemüse und Kräutern ideenreich gestaltet.
      Autorin: Natalie Faßmann
      ISBN: 978-3-8186-1433-1
      Verlag: Verlag Eugen Ulmer
      Seitenzahl: 144
      Erscheinungsdatum: 13.01.2022

      Los geht es mit den Kräutern. Auf je einer halben Seite werden verschiedene Kräuter vorgestellt, aber es wird schnell ersichtlich, dass es sich hier definitiv eher um Erfahrungsberichte als um Portraits oder Anleitungen handelt. Die Autorin stellt bei jeder Art einige Sorten vor, die bei ihr gut laufen. Teilweise wirken diese Portraits etwas durcheinander. So gibt es beispielsweise am Rand außerhalb des Satzspiegels ein Rezept für Estragon-Essig oder eine Doppelseite mit „ästhetischen Kräuterzusammensetzungen“. Ein etwas größerer Bereich ist dem Basilikum und der Minze gewidmet; neben Sortenbeschreibungen gibt es hier auch Rezepte. Mitunter werden aber auch eher unbekanntere Pflanzen vorgestellt, wie Agastache, das man unter den Teekräutern findet. Neben (essbaren) Blüten ist auch Haltbarmachen ein Thema. Generell ist dieses Kapitel stark auf die Verwendung von Kräutern in der Küche oder deren gesundheitliche Vorteile ausgerichtet.

      Auch im Kapitel Gemüse werden die einzelnen Arten auf je einer halben bis ganzen Seite portraitiert, jedoch fallen die Rezepte weg. Positiv sticht hier heraus, dass die Autorin findet, dass alles auf dem Balkon geht, sogar Kohlköpfe – und seien es kompakte Sorten von z.B. Kürbis oder Zucchini. Genauso ausgefallen ist die Anleitung, wie man selber Gurken veredeln kann.

      Wieder nennt die Autorin verschiedene Sorten und gibt teilweise sogar Anbau- und Aussaathinweise. Diese sind etwas rar mit Infos gespickt, dann aber wiederum teilweise sehr spezifisch, wie z.B. die Keimtemperatur von Auberginen. Auch sind die Hinweise nicht einheitlich: Bei manchen Pflanzen wird erklärt wie man sie aussät, bei manchen wie groß der Topf sein sollte; bei manchen beides, bei anderen wiederum keins von beiden.

      Auch vertritt die Autorin teilweise andere Ansichten, als ich sie aus andern Gartenbüchern kenne. So spricht sie sich beispielsweise klar für das Ausbrechen der Königsblüte aus oder düngt ihre Erbsen und Bohnen.

      Im Kapitel Obst werden zunächst verschiedene Beeren sowie dazugehörige Rezepte vorgestellt, anschließend Säulen- und Steinobst. Hier wird unter anderem auf den Schnitt eingegangen. Zum Schluss werden noch Zitrusfrüchte behandelt.

      Obwohl somit so ziemlich alle Arten abgedeckt sind, sind es im Großen und Ganzen nur spärliche Tipps und auch eher Erfahrungswerte.

      Nun folgt noch ein Kapitel über die generelle Pflege von Pflanzen. Die Betonung liegt auf „generell“, denn auch hier geht die oberflächliche Beschreibung weiter, die bislang das ganze Buch durchzogen hat. Samengewinnung wir zwar erwähnt, aber nicht näher erklärt; lediglich die Vermehrung wird etwas ausführlicher beschrieben. Dinge wie Anzucht, Gefäße, Erde, Gießen, Düngen, Überwintern – alles wird auf 1-2 Seiten grob erklärt und jedes Mal für Konkretisierungen /Spezifika auf die vorhergehenden Portraits verwiesen. Auch die bebilderte Übersicht von Schädlingen und Nützlingen ist sehr kurz gehalten. Interessant ist zumindest das Selbstherstellen von Kompost auf dem Balkon in einem 10l-Eimer sowie die Vorstellung von Wurmkompost und Bokashi. Auch Gärtnern mit Kindern wird kurz behandelt.

      Im abschließenden Anhang gibt es noch eine Sortenübersicht Obst, einen Gartenjahrkalender, Literatur, Bezugsquellen und ein Register (inkl. Rezepte).

      Fazit 2/5

      Das Buch punktet definitiv mit seiner schönen Gestaltung, die zum Lesen einlädt.

      Sehr positiv finde ich zudem die vielen Sortenempfehlungen, die hier ausgesprochen werden und die wirklich auf den Balkon bezogen sind. Auch viele außergewöhnliche und besondere Sorten sind dabei.

      An sich ist das Buch gut aufgeteilt in die Teilbereiche Kräuter, Gemüse und Obst, aber ich finde, die allgemeine Pflege wäre vielleicht besser als erstes anstatt letztes Kapitel gewesen, da grade für Neulinge dies mitunter der interessanteste Part ist. Auch würde somit ein solider Grundstein gelegt werden, der die nachfolgenden Portraits womöglich mehr verständlich macht. Dazu kommen aber auch die teilweise fragwürdigen Ratschläge, die man womöglich grade als Anfänger eher mit Vorsicht genießen sollte.

      Hinzu kommt, dass zwar nach Pflanzarten sortiert ist, aber innerhalb dieser Kategorien ist alles recht durcheinander: Mal kommt ein Rezept, dann eine Pflanze, dann wie man Lebensmittel haltbar macht, nächste Pflanze, usw. Mitunter driftet die Autorin auch innerhalb des jeweiligen Portraits ab.

      Im Großen und Ganzen dient dieses Buch eher als Inspiration und regt definitiv zum Ausprobieren vieler neuer Sorten an. Als ein grundlegender Leitfaden für etwaige Neulinge ist es aber meines Erachtens nach nicht geeignet.

    • Top 10 Flop Dschungelkatzenbalkon-Kulturen

      Top 10 Flop Dschungelkatzenbalkon-Kulturen


      Ihr kennt das ja bestimmt: Ihr scrollt durch Social Media und seht überall nur blühende Balkone und reiche Ernten. Unweigerlich stellt sich euch die Frage: Warum sieht euer Balkonien nicht so aus? Aber keine Sorge, ihr seid nicht allein! Auch auf dem Dschungelkatzenbalkon gibt es so einige Kulturen, die einfach nicht gelingen wollen. Nach den Top 10 Dschungelkatzenbalkon-Kulturen kommt nun eine „Flop 10“. Hier stelle ich euch alle Kulturen vor, die auf dem Dschungelkatzenbalkon einfach nicht gelingen wollen.

      10) Himbeere

      Fangen wir mit einer Pflanze an, die zwar zunächst Ertrag zu bringen scheint, dafür aber jedes Mal vor der Ernte eingeht: die Himbeere. Ich hatte über 4 Jahre hinweg regelmäßig diverse Himbeeren auf dem Balkon und es hat sich jedes Mal dasselbe Muster wiederholt: Sie blüht, sie setzt Früchte an – sie stirbt ab. Hier hatte ich schon so viele Probleme: Sonnenbrand, Egerlinge, Krankheiten,… So gut es jedes Mal zu Beginn auch aussehen mag, groß ernten konnte ich hier noch nie.

      9) Melone

      Zugegeben, es ist schon sportlich, eine Melone auf dem Balkon anzubauen. Aber inzwischen gibt es ja auch einige kleine Sorten, wie beispielsweise Mini-Wassermelonen. Dennoch besteht das Problem darin, dass Melonen mit 2 Exemplaren mehr bzw. gesicherten Ertrag bringen. Und für 2 Pflanzen braucht man erst einmal den entsprechenden Platz. Hinzu kommen bei mir die Dschungelkatzen: Melonenblätter scheinen ihnen besonders gut zu schmecken.

      8) Aubergine

      Auch Auberginen wollen mir nicht so recht gelingen. Zwar habe ich sie inzwischen soweit, dass sie Früchte tragen, sie werden aber einfach nicht reif. Bin ich zu ungeduldig? Oder sind die Bedingungen auf dem Dschungelkatzenbalkon doch nicht optimal?

      7) Gurke

      Ist die Gurke – neben der Tomate – nicht das Balkongemüse schlechthin? Tja, oftmals als „Diva“ bezeichnet, macht sie ihrem Namen alle Ehre, wie ich finde. Wenn ich Setzlinge aus der Gärtnerei kaufe, ist der Ertrag okay. Wenn ich sie selber aussäe – Katastrophe.

      6) Buschbohnen

      Erinnert ihr euch an die Stangenbohnen aus meinen Top 10? Tja, die Buschbohnen sind leider das komplette Gegenteil. Hier kann ich schon froh sein, wenn sie überhaupt keimen. Und die Ernte? Kann ich nach 3 Jahren an einer (!) Hand abzählen.

      5) Kohlrabi

      Dieses Jahr wollte ich zum ersten Mal Kohlrabi anbauen; soll ja so einfach sein. Von wegen… Ich habe alle möglichen Varianten ausprobiert: Anzucht drinnen, Anzucht draußen, Direktsaat Frühling, Direktsaat Herbst. Nichts hat geklappt. Und als sich dann endlich mal eine Mini-Knolle gebildet hatte, wurde die Pflanze von Raupen kahl gefressen…

      4) Pepino

      Ich liebe ja ausgefallene Kulturen. Als ich die Pepino zum ersten Mal im Gartencenter sah, war ich total begeistert. Auch hatte ich viel über sie gelesen. Überall hieß es, sie sei pflegeleicht und sooo lecker. Aber siehe da: Auch beim zweiten Versuch habe ich keinen Erfolg mit dieser Pflanze gehabt: keine Blüte, keine Frucht, kein gar nichts. Schade…

      3) Rosmarin

      Auch hier heißt es immer, der Rosmarin sei so anspruchslos und verträgt gut Trockenheit. Fakt ist jedoch: Wenn ihn nicht die Dschungelkatzen kahl fressen (so viel zum Thema „Katzen mögen keine intensiv riechenden Kräuter“), trocknet er bei mir zuverlässig einen Monat nach Kauf aus.

      2) Kamille

      Jedes Jahr versuche ich, diese Pflanze anzubauen und jedes Jahr komme ich nicht über diesen Status hinaus: die Kamille. Die Freude, die ich empfinge, wenn die Samen aufgehen, erlischt, wenn sie ihr Wachstum bei 5cm einstellen und anschließend eingehen.

      1) Margerite

      Aber der absolute Flop auf dem Dschungelkatzenbalkon ist definitiv die Margerite. Seit vor 6 Jahren bei mit die Pflanzenleidenschaft erwacht ist, kaufe ich mir jedes Jahr bei verschiedenen Anbietern diese wunderschöne Blühpflanze. Ich hege und pflege sie – und sie stirbt mir jedes Mal weg. Und ich weiß einfach nicht woran das liegt: ist sie zu nass, zu trocken, steht sie zu sonnig, steht sie zu schattig,… Vielleicht sollte ich so langsam einsehen, dass diese Pflanze und ich einfach nicht füreinander geschafften sind.

    • Der Dschungelkatzenbalkon im September

      Der Dschungelkatzenbalkon im September


      Der Herbst steht vor der Tür und so langsam neigt sich die Balkongarten-Saison dem Ende zu. Die Töpfe werden immer leerer (oder in meinen Fall wohl eher voller?). Aber noch blüht es auf dem Dschungelkatzenbalkon. Wollt ihr wissen was? Dann kommt mit auf einen kleinen Rundgang auf dem Dschungelkatzenbalkon im September 2025.

      Auf der Bank stehen derzeit ein Topf mit am 9.9. ausgesäten Mangold sowie dem Blumenkasten, der zuvor auf dem Tisch stand. Hier hat nur ein Ysop überlebt, weswegen ich hier nochmal Rucola am 27.9. direkt ausgesät habe.

      Weil nun die Sonne in den Wintermonaten tiefer steht, versuche ich nochmal im Topf vor der Katzentonne etwas anzupflanzen – Spinat. Die Alufolienkonstruktion kann hoffentlich noch etwas mehr Licht reflektieren.

      Die Physalis ist nach wie vor unverändert. Dafür gibt es kleinere Veränderungen auf dem Regal:

      • Unten: Die Mangomelone hat ihre erste Frucht ausgebildet! Ich hoffe so sehr, dass sie noch ausreift dieses Jahr.
      • Mitte: Meine Brombeere ist inzwischen abgeerntet und der Einfachheit halber (und vor allem damit ich es nicht vergesse) habe ich die Rute, an der die Früchte gewachsen sind, gleich bodennah abgeschnitten.
        Beim Butternut-Kürbis blühen die ersten männlichen Blüten und eine weibliche hat sich auch schon gebildet. Leider ist die Pflanze aber auch vom Mehltau befallen. Und es ist schon so spät im Jahr… ich befürchte, dieses Jahr wird es wohl keine Kürbisernte auf dem Dschungelkatzenbalkon geben.
      • Oben: Die Landgurke habe ich letzten Endes entfernt; hier war mehr Mehltau als Fruchtansatz dran. Jetzt ist der Topf vorerst leer.
        Der Kürbis daneben blüht zwar inzwischen, aber auch da habe ich die Hoffnung leider schon aufgegeben.
        Die Aubergine steht weiterhin unter Beobachtung.
        Die Tomatenpaprika hat inzwischen das Deckenniveau erreicht und bildet doch tatsächlich nochmal eine neue Frucht dort oben aus. Ich bin mal gespannt, ob die sich noch komplett entwickelt diese Saison.
        Die gelbe Gurke habe ich eigentlich auch schon aufgegeben. Hier werden nach und nach alle männlichen Blüten vom Mehltau aufgezehrt… Hingegen färben sich die Früchte meiner Paprika Chocobell aber nach und nach braun. Da freue ich mich schon auf die Ernte!

      Die Chilis sind größtenteils unverändert. Es blüht zwar inzwischen die Karinik-Chili, aber bislang konnte ich noch keine Früchte entdecken. Die Zinnie blüht nach wie vor, aber die Sonnenblume ist hingegen schon verblüht. Ich lasse sie aber noch stehen für etwaige Vögel und/oder Insekten.

      Leider habe ich eine meiner beiden Tomatillos ertränkt… ich konnte aber noch alles noternten (weitere 250g!) und solange es der anderen noch gut geht, dürfen da die weiteren Früchte noch ausreifen. Neben der Tomatillo steht nun der Grünkohl, der zuvor auf dem Tisch stand.

      An meinen beiden Tomaten reifen ebenfalls die letzten Früchte aus.

      Auf dem Tisch steht nun ein Topf mit einem (vermutlich viel zu früh pikierten) Pak Choi sowie zwei Blumenkästen: einer mit Feldsalat, einer mit Rettich Red Meat.

      Auf dem Stuhl unverändert meine zwei Chilis, Borretsch (der vielleicht noch blüht dieses Jahr?) sowie mein Grünkohl mit zwei Speisechrysanthemen aus meiner Anzuchtplatte vom August.

      Der grüne Zweig in der Pflanztasche unter dem Stuhl ist nach wie vor unverändert.

      Von meiner Zucchini Boldenice habe ich mich letzten Endes doch getrennt. Dafür wächst die Luffagurke erstaunlich gut. Aber leider wurden jetzt alle drei weiblichen Blüten nicht befruchtet… ich ärgere mich so sehr…

      Dahinter stehen nun, anstelle meiner Heidel- und Johannisbeere, meine beiden Brokkoli. Der neue Platz scheint ihnen zu gefallen.

      Der Kartoffelturm ist unverändert – bis auf die Tatsache, dass die Buschbohne meint, jetzt wäre der ideale Zeitpunkt, um Früchte auszubilden. Verrückt…

      Die gelbe Zucchini im großen Kasten wächst weiterhin in meine Stachelbeere (trotz Mehltau!), aber bildet keine weiblichen Blüten mehr… das war’s wahrscheinlich mit der Zucchiniernte für dieses Jahr. Schade. Satt der Snackgurke vom letzten Monat steht hier nun ein weiterer pikierter Pak Choi.

      Aber ansonsten gibt es in dieser Ecke auf dem Dschungelkatzenbalkon tatsächlich keine größeren Veränderungen:

      • die Rosen und der Pfirsich stehen unverändert
      • die Ringelblumen darunter stagnieren nach wie vor
      • die Spitzpaprika fabriziert weiterhin sehr viele Früchte
      • die mexikanische Minigurke liegt in den letzten Zügen
      • der Lavendel und die Erdbeere wachsen langsam vor sich hin
      • das Hochregal ist bereit für den Winter
      • die Tomate wird nach und nach abgeerntet und die Radieschen wachsen (wie erwartet) auch dieses Mal nicht…

      Erstaunlich gut haben sich aber Salbei, Minze, Rosmarin und Oregano gehalten. Hier merkt man erst wirklich, wie unterschiedlich der Sonnenstand im Vergleich zum Sommer ist.

      Das war dieses Mal definitiv ein kürzerer Rundgang als die letzten Monate. Man merkt wirklich, dass es so langsam auf den Herbst zugeht und es nicht mehr allzu viel auf dem Dschungelkatzenbalkon passiert.

      Aber Ende September/Anfang Oktober wird es nochmal Neuzugänge und ein paar kleinere Änderungen auf dem Dschungelkatzenbalkon geben, also bleibt gespannt!