Schlagwort: Saison

  • Der Dschungelkatzenbalkon im Juli

    Der Dschungelkatzenbalkon im Juli


    Ich sitze grade bei angenehmen 26°C auf dem Dschungelkatzenbalkon und betrachte zufrieden den Dschungel, der sich mal wieder auf meinen 6m² entwickelt hat. Wollt ihr wissen, was sich seit Juni getan hat? Dann kommt mit auf einen kleinen Rundgang auf dem Dschungelkatzenbalkon im Juli 2025.

    Wie ihr schon gleich auf dem ersten Foto erkennen könnt, steht der Balkonkasten mit meinen Spargelerbsen nicht mehr im Regal, sondern (notgedrungen) auf der Bank, auf der ich auch grade sitze. Grund war das fehlende Sonnenlicht im Regal, dazu gleich mehr. Leider hat sich hier nicht viel getan; lediglich die Ringelblumen, die ich dazwischen gepflanzt habe, wachsen etwas. Der Kasten wechselt manchmal auf die Katzentonne, wenn ich mehr Platz brauche (und natürlich auch nur, wenn grade keine Dschungelkatze zugegen ist. 😉)

    Meine Physalis hat nach wie vor keine Blüten gebildet und wird das vermutlich auch nicht mehr tun. Schade. Ich werde dennoch im Herbst versuchen, 1–2 Stecklinge zu schneiden und sie dieses Mal an unserem Kellerfenster überwintern.

    In dem Ständer daneben seht ihr – nichts, bzw. meine Neuaussaaten von Lavendel, Sonnenblume und Brokkoli. Die Möhren, die da zuletzt standen, haben sich leider so gar nicht entwickelt, weswegen ich den Topf schweren Herzens aufgelöst habe.

    Der Borretsch steht inzwischen auf dem Tisch.

    Im Regal sieht es nun wie folgt aus:

    • unten: Mangomelone (rankt endlich wie gewünscht nach oben) und Flügelbohne (den hier zuvor stehenden Topf mit Flügelbohne und Kamille musste ich ebenfalls komplett auflösen; die jetzt wachsenden Bohnen habe ich am 2.6. nochmal neu im Haus vorgezogen. Die Beleuchtung ist hier leider immer noch nicht optimal, weswegen ich versuche, mit der Alufolie etwas abzuhelfen)
    • Mitte: Butternut-Kürbis (leider noch nicht viel gewachsen seit letztem Mal) und Luffagurke (leider ebenfalls noch sehr schwach); im Topf dahinter befinden sich meine tote Kornblume und Buschbohne (Bohnen laufen dieses Jahr leider gar nicht gut bei mir). Auch meine Einlegegurke ist mir leider dahingeschieden
    • Oben: Landgurke (rankt stark, sogar über das Rankgerüst hinaus; seit heute hat sie auch ihre erste Blüte), Kürbis Golden Nugget (am 25.5. nochmal neu ausgesät, hat meine Zucchini Boldenice ersetzt, die mir leider ebenfalls eingegangen ist), Aubergine (werden leider nicht so ganz reif; habe nun eine versuchsweise zum Nachreifen ins Haus gelegt), Tomatenpaprika (mit ersten Fruchtansätzen!), Gelbe Gurke (habe ich am 25.5. zum dritten Mal ausgesät, nachdem sie mir beim ersten Mal von Lilly weggefressen wurde und beim zweiten Mal gar nicht erst aufging; sie wächst hier erstaunlich gut), Paprika Chocobell (hat sich richtig gut entwickelt und bildet die ersten Blüten aus)

    Auf der Brüstung geht es weiter mit meinen Chilis, die nach wie vor sehr schwach sind; keine Blütenansätze bisher. Wenigstens die dazugekaufte Penischili bildet erste Blüten.

    Im Kasten dahinter hat sage und schreibe eine Zinnie überlebt, die auch grade in Blüte steht. Sieht sie nicht schön aus? Auch die Sonnenblumen daneben dürften bald anfangen zu blühen.

    Aber schaut euch nur mal meine zwei Tomatillos davor an! Sie sind so schön am Blühen und werden dauernd von Insekten umschwärmt (unsere Balkonhummel ist natürlich auch mit am Start 😎). 10 Lampions habe ich heute insgesamt gezählt.

    Na, wie viele Lampions zählt ihr?

    Direkt darunter stehen nun meine gekauften Mädchenaugen – beinahe fast so tot wie die Sonnenblume, die zuvor dort stand Mit gekauften Blumen komme ich irgendwie nicht so ganz zurecht… Auch mein Ananassalbei hat das Zeitliche gesegnet (hier habe ich aber einen Ableger geschnitten und hoffe, den Salbei so nachziehen zu können), sowie mein Katzengamander und -minze. Schade, aber da kam nun wirklich gar keine Sonne hin.

    Auf dem Tisch bzw. teils auf der Brüstung stehen nach wie vor meine zwei Tomaten. Neu hinzugekommen ist Grünkohl (leider etwas vergeilt; mal schauen, ob ich das noch retten kann oder ob ich die nochmal neu aussäe), neu gekauftes Johannisbeersalbei und neu ausgesäter Rettich (der andere auf dem Boden ist leider ebenfalls nichts geworden; auch hier habe ich nun eine zweite Aussaat probiert).

    Der Wasabino, der hier ebenfalls stand, ist in Blüte gegangen und hier habe ich erstmals eigenes Saatgut genommen. Den Sack habe ich aufgelöst und die Erde zur Wiederverwertung in eine Kiste gesiebt. (Die Plastiksäcke haben sich leider generell nicht rentiert; sie haben sich viel zu sehr erhitzt und die Feuchtigkeit super schnell verdunsten lassen. Die nehme ich nicht mehr.)

    Unter dem Stuhl ist mein Ersatz-Blumenkohl leider den Raupen des Kohlweißlings zum Opfer gefallen; auch die Kartoffeln daneben sind leider nicht gewachsen. Davor habe ich nochmal Ringelblumen und Ysop neu ausgesät. Am Stuhl selber hängt nur noch meine Snackpaprika (RIP Lavendel), die so langsam auch ihre ersten Blüten bildet.

    Mein Kartoffelturm mit der Blue Congo wächst weiterhin sehr gut. Den Turm daneben habe ich in der Zwischenzeit aber etwas umgepflanzt. Hier wächst nun, von unten nach oben:

    • traurige Katzenminze und nicht blühende Zinnien
    • traurige Kapuzinerkresse, Mangold
    • 1 von 2 überlebender Steinpilzthymian, Katzenminze
    • 2x Tagetes, Borlottibohnen (Kartoffeln habe ich geerntet – hierzu folgt noch ein eigener Blogbeitrag)
    • 2x Tagetes, Borlottibohnen
    • 2x Basilikum, Stangen- und Buschbohnen (alle Bohnen bis auf die Stangenbohnen habe ich neu am 11.7. gesät)
    • Dill (in Blüte), Schnittknoblauch, Bataviasalat (neu am 11.7. gesät)

    Auf dem Boden nach wie vor meine drei Beerensträucher, wobei die Heidelbeere dieses Jahr leider gar nicht ausgetrieben hat. Vielleicht werde ich sie nächste Saison austauschen müssen. Was ich aber nächstes Jahr auf jeden Fall austauschen werde, ist meine Johannisbeere. Sie trägt das zweite Jahr in Folge nur eine Rispe und ist, wie meine Stachelbeere, Dauerherberge der grünen Raupen unbekannten Ursprungs (s. Juni-Post).

    In meinem großen Kasten sind die Erbsen raus; hier wächst jetzt meine gelbe Zucchini (die doch ganz gut kommt, wenn man bedenkt, wie schwach sie anfangs war) sowie mein Erdbeermais. Auch meine zwei Rosen stehen noch und die Große hat bereits fleißig geblüht. Die andere leider noch nicht, aber vielleicht liegt das an dem Erdbeerableger im Topf? Zumindest ist eine Hagebutte dran.

    Meine Stabtomate Back Beauty (nicht Black Cherry, wie ich sie das letzte Mal fälschlicherweise bezeichnet habe), produziert weiter fleißig Früchte, die sich so langsam auch rot färben (jedoch sehen meine Früchte anders aus als auf der Samentüte 🤔).

    Unter meinem Pfirsich stehen nun nicht mehr die Schalotten (die leider total vergammelt waren, keine Ahnung wieso), sondern zwei Ringelblumen (und ich versuche hier den Erdbeerableger hineinzuleiten, nachdem Lilly die untere Ebene des Hochbeets ja konsequent als Katzenklo benutzt, seufz).

    Die gammligen Schalotten. Und immer mit dabei: Lucy.

    Im Pfirsich selber stehen meine drei Notanzuchten Zucchini Boldenice, Einlegegurke und Luffagurke (wahrscheinlich viel zu spät, aber vielleicht wird es ja noch was). Meine türkische Spitzpaprika daneben bekommt nun auch ihre ersten Fruchtansätze.

    Mein Hochregal hingegen sieht sehr traurig aus… Im unteren Fach wächst nur noch halbherzig ein bisschen Basilikum; die Erdbeeren sind bereits alle abgeerntet (und die erneut dazu gepflanzten Ringelblumen wollen wieder nicht wachsen); die Minze habe ich bereits zum dritten Mal in Folge gekillt (hier sollte ich so langsam mal den Standort wechseln); meine Petersilie, Schnittlauch und Schnittknoblauch sind unverändert, lediglich der Kohlrabi wurde von Raupen des Kohlweißlings dezimiert; und die oberste Etage ist komplett tot.

    Die Pepino hat leider keine Früchte gebildet; die vorhandenen Blüten haben sich auch gar nicht erst richtig entwickelt. Nächstes Mal lasse ich das glaube ich mal mit der Pepino; das ist schon das zweite Jahr in Folge, dass die nicht auf dem Dschungelkatzenbalkon wachsen will. Dafür wächst meine mexikanische Minigurke ambitioniert gleich in zwei Richtungen.

    Letzten Monat stand neben dem Hochbeet noch ein Blumenkohl und ein Rettich; letzterer steht nun, wie bereits erwähnt, mit neuer Aussaat vor dem anderen Regal und ersterer wurde ebenfalls vom Kohlweißling vernichtet. Eingeklemmt auf der unteren Ebene steht noch ein Topf mit einer bunten Mischung aus Tagetes, Ringelblume, Radieschen, Kohlrabi und rote Bete, aber das ist leider ein totaler Reinfall geworden. Nur eine Pflanze ist aufgegangen und ich weiß leider nicht mal mehr welche 🙈.

    Wie ihr sehr, herrscht ein reges Treiben auf dem Dschungelkatzenbalkon – und längst nicht alles läuft so wie geplant (oder eher gewünscht). Aber mal schauen, die Saison dauert ja noch ein bisschen an.

    Wie läuft es bei euch diesen Juli?

  • Der Dschungelbalkon im Juni

    Der Dschungelbalkon im Juni

    Endlich sind die Eisheiligen vorüber und die Gartensaison in vollem Gang. Auch hier auf dem Dschungelbalkon ist alles bereit für das Balkonjahr 2025. Naja, fast. Denn wie es nun mal immer so ist, hat natürlich nicht alles so geklappt wie geplant. Aber von Anfang an.


    Planung vs. Ausführung

    Wie ich euch in diesem Beitrag gezeigt habe, hatte ich mir Anfang des Jahres genau überlegt, wie ich den Balkondschungel dieses Jahr gestalten wollte. Tja, was soll ich sagen – inzwischen sieht es hier so aus:


    Ich habe mir nämlich über mehrere Wochen hinweg zu verschiedenen Tageszeiten den Sonnenstand auf dem Dschungelbalkon angeschaut und gemerkt, dass die Sonne eigentlich hauptsächlich im vorderen Bereich scheint – und gar nicht wirklich bis an die Scheiben vordringt. Das ist natürlich semi für das Hochregal, wo mitunter sonnenliebende Pflanzen wie meine Erdbeeren stehen (und eigentlich ein Kürbis hätte stehen sollen, aber dazu im nächsten Beitrag mehr.) Aber zumindest die andere Regalsituation konnte ich ändern: Jetzt kommt zumindest ab ca. 17 Uhr die Sonne an das Regal, auch wenn sie nicht alle Fächer komplett ausleuchtet. Geplant war aber eh, dass hier überwiegend Kletterpflanzen stehen sollen, also mal schauen, ob das alles so klappt.


    Rundgang

    Hier nun ein kleiner Rundgang auf dem Dschungelbalkon zu Beginn des Juni 2025.


    In der Ecke steht, sonnentechnisch leider etwas unglücklich, meine Physalis, die ich in der Wohnung überwintert hatte. In der Wohnung selber hatte sie sogar noch geblüht, aber seit sie draußen steht, leider nicht mehr. Das kann viele Gründe haben: das falsche Überwintern, das zu frühe Rausstellen und/oder die kaum vorhandene Sonne. Ich hoffe, das wird noch was, aber leider habe ich keinen anderen Platz für sie. Und ja, auch wenn sie als Nachtschattengewächs giftig für Katzen ist, kann sie (bei uns!) neben der Katzentonne stehen, da für unsere Dschungelkatzen die Blätter zu stark riechen, um sie anzuknabbern. Nur deswegen konnten wir sie überhaupt in der Wohnung überwintern.

    Direkt daneben, ebenfalls auf einem Ständer, stehen meine Möhren. Diese habe ich am 6.3. ausgesät, gekeimt haben sie am 23.3. Seither hat sich aber auch nicht allzu viel getan. Wahrscheinlich ist hier der Grund eine ungünstige Kombination aus zu wenig Licht und zu wenig Platz.

    Auf dem Stellplatz darunter habe ich frisch Borretsch ausgesät. Nachdem meine erste Charge, die Anfang April wunderbar aufgegangen war, leider durch Blattläuse dezimiert wurde. Zuvor stand hier Spargelsalat, aber der ist nach der Keimung relativ schnell eingegangen; wahrscheinlich auch hier zu wenig Licht. Ich muss noch schauen, ob ich den Borretsch hier stehen lassen möchte oder doch lieber woanders platziere.

    Auf dem Regal haben wir in der unteren Reihe:

    • Mangomelone (spontan im Gartencenter gekauft)
    • Kamille und Flügelbohne (Topf steht derzeit auf dem Tisch, bis die Bohnen etwas ranken bzw. die Melone so weit rankt, dass ich den Topf weiter nach hinten schieben kann)
    • Kornblume und Buschbohne (leider sind beide Bohnensorten in der Direktsaat nicht so gut aufgegangen, weswegen ich sie derzeit nochmal im Haus vorziehe)

    Auf der mittleren Ebene:

    • Butternut-Kürbis (leider etwas schwach in der Anzucht, aber er musste so langsam aus dem Anzuchttopf raus; ich hoffe, er kommt mit der wenigen Sonne zurecht)
    • Einlegegurke
    • Luffagurke (beide Gurken jeweils noch nicht im optimalen Rankstadium für den dunklen Bereich – wobei die Einlegegurke 1x täglich volle Sonne bekommt)
    • Spargelerbsen (2.4. gesät, Anfang Mai erst gekeimt. Sie standen vorher in der alten Regalposition. Hier merkt man mitunter am besten, wie wichtig Sonne für das Wachstum von Pflanzen ist – seit sie hier steht, wachsen die Erbsen eindeutig besser)

    Oberste Etage:

    • Landgurke (mit selbstgebautem Rankgitter; das ist noch etwas ausbaufähig, würde ich sagen. Oberhalb verläuft aber noch eine Juteschnur, die mir letztes Jahr als Rankhilfe gedient hat)
    • Zucchini Boldenice (mein einziges F1-Saatgut dieses Jahr. Auch eher mickrig dieses Jahr; mit diesen wenigen Blättern hat sie sogar schon die ersten männlichen Blüten gebildet)
    • Tomatenpaprika (spontan im Gartencenter gekauft)
    • Kohlrabi (meine Aussaat vom Februar, scheint nun erstmals eine Mini-Knolle auszubilden)
    • Paprika Chocobell (auch eher klein geblieben, aber ich dachte, ich probiere es trotzdem. Ich hatte ursprünglich noch eine andere Paprikasorte gesät, aber alle Paprika kamen dieses Jahr nicht über das Keimblattstadium hinaus. Typisch ich, bin ich daraufhin im Gartencenter eskaliert und habe mir gleich 4 Paprika gekauft… 🥴)
    • Aubergine (mein ganzer Stolz dieses Jahr – sie hat auch seit kurzem ihre ersten Fruchtansätze. Auch hier hatte ich ursprünglich noch eine andere Sorte geplant, aber auch diese ist letztendlich in meiner ersten Charge verendet – zu viel Wasser.)

    Daneben steht im 90°-Winkel mein kleines Metallregal. Da es mit seiner hohen Rückwand an unsere Brüstung gelehnt steht, habe ich erstmals die Gelegenheit, auch dort ein paar Pflanzen zu platzieren. Durch das Katzennetz stehen sie dort auch recht sturmsicher. Hier kommt auch die meiste Sonne hin.

    In der Ecke steht meine Penischili (gekauft) sowie ein Kasten mit überwintertem Lavendel und zwei selbstgezogenen Zinnien (es waren mal vier, aber auch dazu mehr im nächsten Beitrag.) Daneben versuche ich ein weiteres Mal eigene Sonnenblumen aus Samen zu ziehen, nachdem ich schon einmal offenbar nicht mehr keimfähiges Saatgut entsorgen musste. Auch stehen hier kürzlich gekaufte Mädchenaugen. Im Netz selber hängen diverse Chilis. Leider sind mir alle Überwinterten eingegangen, weswegen ich auch meine nicht sooo starken Chilis dieses Jahr verwende.

    Im Metallregal befinden sich (von oben nach unten):

    • meine zwei Tomatillos (eine voller Blüten, sehr beliebt bei unserer Balkonhummel, dafür die andere bereits mit einer Frucht)
    • Ananassalbei und gekaufte Sonnenblume (zuvor stand hier eine Margerite – ich finde die Pflanzen sooo schön, aber sie sterben mir jedes Mal nach wenigen Wochen weg. Vielleicht habt ihr ein paar Tipps?)
    • Katzengamander und selbstausgesäte Katzenminze (hier dürfte eigentlich gar keine Sonne hinkommen; mal schauen, wie sich das entwickelt und ob ich das womöglich umstelle. Ist nur die Frage wohin? 😝)

    Auf dem Tisch stehen zwei Tomaten (Green zebra und Cherry Tigerette). Daneben auf dem Stuhl befinden sich die Hängebrombeere Black Cascade sowie Wasabino und rote Bete (die ich bereits zum zweiten Mal ausgesät habe, nachdem die erste Charge total vergeilt ist, als der Sack noch auf dem Boden stand).

    Unter dem Stuhl steht nun doch mein Ersatz-Blumenkohl, da ich es einfach nicht übers Herz gebracht habe, ihn wegzuschmeißen. Dazu habe ich noch meine zwei aus Samen gezogenen Kartoffeln gelegt, die ich neulich notgedrungen aus der Erde ziehen musste (Kartoffeln aus Samen? Ja, ihr habt richtig gelesen! Dazu werde ich aber noch einen eigenen Blogeintrag erstellen).

    An dem Stuhl hängen noch mein neu gekaufter Lavendel sowie eine Snackpaprika von meiner Gartencenter-Eskalation.

    Neben dem Stuhl befinden sich meine zwei Kartoffeltürme. In dem einen befindet sich die Blue Congo, hier habe ich mir Saatkartoffeln gekauft und Ende März gelegt. Das Grün explodiert förmlich!

    Im anderen, achtstöckigen (!) Turm ist ein wahres Potpourri an verschiedenen Pflanzen. Von unten nach oben wachsen hier:

    • Katzenminze (gekauft), Zinnien (ursprünglich war die ganze Etage mit Zinnien bestückt, da aber an der sonnanabgewandten Seite so gut wie gar kein Licht hinkommt, ist mir die vordere leider eingegangen)
    • Kohlrabi, Mangold (gekauft)
    • 2x Steinpilzthymian (online gekauft), noch eine Katzenminze
    • Kartoffel aus Samen, 2x Tagetes
    • Kartoffel aus Samen, 2x Tagetes
    • Perilla (gekauft), 2x Basilikum Lollipop (hier hatte ich die Kartoffel „notgeerntet“)
    • Kartoffel aus Samen, Kapuzinerkresse, Stangenbohne
    • Kartoffel aus Samen, Dill, Schnittknoblauch (gekauft)

    An der Wand unterhalb der Brüstung befinden sich noch meine Heidel-, Johannis- und Stachelbeere. Die beiden letzteren wurden leider wie letztes Jahr von grünen Raupen infiltriert. Egal wie oft man die absammelt – die Eiablage findet leider mehr als einmal statt… Aber wie ihr sehen könnt: Stachelbeere stays strong!💪

    Davor in meinem großen Kasten wachen Erdbeermais, gelbe Zucchini und Erbsen; letztere kann ich bereits fleißig beernten. Direkt davor sind meine 2 Rosen (in der einen hat sich letztes Jahr ein Erdbeerableger selber eingenistet, der dieses Jahr versucht, wiederum in meinem Hochbeet Fuß zu fassen) und meine Stabtomate Black Cherry. Hier bilden sich bereits die ersten Früchte. Dazwischen steht noch mein Zwergpfirsich und darunter Schalotten.

    Und an der Fensterscheibe, leider sehr schattig, steht seit diesem Jahr meine neuste Errungenschaft: mein Hochbeet. Von unten nach oben wachsen hier:

    • 2 Schalotten und ein Kasten Basilikum (ursprünglich sollte hier ja ein Kürbis wachsen, wie zu Anfang erwähnt)
    • Erdbeeren (hier wurde kürzlich die Erntesaison eröffnet)
    • Minze (2x Erdbeerminze, 1x Marokkanische Minze; meine überwinterte Schokoladenminze haben leider Blattläuse erlegt)
    • Petersilie, Schnittlauch, Kohlrabi und Schnittknoblauch
    • Salbei, Oregano, Thymian, Rosmarin

    Und die letzten zwei Pflanzen auf meinem Dschungelbalkon: Ein Blumenkohl und ein Rettich.

    Puh, das ist wieder eindeutig eskaliert dieses Jahr. 😅 Aber ich bin schon ganz gespannt, wie meine Ernte dieses Jahr ausfallen wird! Bleibt dabei, wenn ihr genauso neugierig darauf seid wie ich.

  • Anzucht: Endlich geht es los

    Anzucht: Endlich geht es los

    Vorab

    Der März ist bereits fast vorbei und ihr fragt euch sicherlich, wo der Beitrag mit den ersten Anzuchten bleibt. Tatsächlich hat sich dieser, obwohl schon seit längerem vorbereitet, erheblich verzögert. Der Grund: Die erste Anzuchtrunde ist leider nicht so geworden wie erhofft. Deswegen habe ich einige Änderungen am Originalbeitrag vorgenommen. Ich habe mir gedacht, dass ich euch im Folgenden einfach zeige, welche Fehler mir bei den ersten Anzuchten unterlaufen sind und, was noch viel wichtiger ist, was ich daraus gelernt habe. Los geht’s!

    15.2.2025 – Versuch 1

    Na, juckt es euch auch schon so in den Fingern wie mir?
    Die Tage werden langsam länger und die Sonne bleibt bereits bis in die frühen Abendstunden am Horizont. Beste Voraussetzungen also für den Start der Aussaat der ersten Pflanzen in diesem Jahr.
    Vielleicht wundert ihr euch aber auch, warum man so früh im Jahr schon mit den ersten Anzuchten beginnt, denn man pflanzt ja bekanntlich erst ab Mitte Mai, den sogenannten Eisheiligen, ins Freiland.
    Ja, das ist korrekt, aber manche Gemüsesorten brauchen etwas mehr Vorlauf als andere. Und zwar sind das die Folgenden:

    • Paprika
    • Chili
    • Aubergine
    • Tomatillo
    • Physalis

    Alle diese Sorten sind sehr wärmebedürftig und brauchen in unserem gemäßigten Klima viel länger, um überhaupt Früchte ausbilden zu können. Deswegen zieht man sie bereits Anfang des Jahres im Haus vor.
    Da ich noch vom letzten Jahr eine überwinterte Physalis im Haus habe, habe ich dieses Jahr auf die Anzucht einer weiteren Pflanze verzichtet und mich zunächst nur auf je zwei Paprika-, Chili-, Auberginen- und Tomatillosorten konzentriert.
    Daneben habe ich auch noch (Erdbeer)Mais und Kohlrabi gesät. (Fragt euch bitte nicht, warum ich den Mais so früh gesät habe… irgendwie habe ich die Informationen auf der Rückseite der Samenpackung in meinem Kopf verdreht.)
    Wie ich dabei jeweils vorgegangen bin, erfahrt ihr jetzt.

    Vorbereitung

    Einen Tag zuvor habe ich meine zwei Minigewächshäuser aus der Kiste, in der ich sie gemeinsam mit meinen anderen Gartenartikeln aufbewahre, hervorgeholt und erstmal gründlich gereinigt. Über Nacht habe ich sie dann trockenen lassen.

    Meine habe ich vom Dehner, aber es gibt inzwischen beinahe überall welche zu kaufen. Natürlich braucht man auch nicht zwingend ein Minigewächshaus. Aber gerade wenn man mit Katzen versucht, Pflanzen vorzuziehen, ist ein schützendes Gehäuse eigentlich unvermeidbar.

    Hier vernichtet Sirius seelenruhig meine gesamte Anzucht Salat

    Dann ging es am nächsten Tag endlich los. Minigewächshäuser, Anzuchterde, Jiffy Pots, Samentütchen und Handschuhe – mehr braucht es nicht. Ich pflanze immer gerne auf dem Balkon auf einer Unterlage, damit ich im Haus nicht alles dreckig mache.
    Und dann ist das Vorgehen eigentlich immer dasselbe: Die Anzuchttöpfe mit Erde füllen, Samen gemäß Verpackung in die Erde drücken, Beschriften nicht vergessen und kräftig angießen.


    Hier seht ihr die Sortenauswahl:


    Fertig aufgestellt sieht dann alles so aus:

    Lilly freut sich

    Vier Tage später

    Die ersten Samen sind aufgegangen: Mais und Kohlrabi. Weitere vier Tage später, am 23.2.2025 ist auch eine der vier gepflanzten Tomatillos geschlüpft.

    Nun ist es Zeit für ihr neues Habitat:

    Dieses Jahr versuche ich mal an einer etwas anderen Vorgehensweise als die Jahre davor. Diese Konstruktion, bestehend aus einer Pflanzen-LED und einer großen Pflanzwanne, habe ich mir diese Saison neu gekauft. In der Wanne will ich gesammelt alle Jungpflanzen bis zur Pflanzung ins Freiland bzw. den Balkon unterstellen. So habe ich alle Pflanzen an einem Ort und kann beispielsweise zum Abhärten einfach die gesamte Wanne auf den Balkon stellen, anstatt alle Töpfchen einzeln raus und wieder rein zu tragen. Zudem steht die Wanne an einem erhöhten Platz in unserem Flur, so dass die Pflanzen hoffentlich auch dauerhaft sicher vor den gefräßigen Dschungelkatzen sind.
    Ich bin mal gespannt wie das klappt. Bislang hatte ich die Pflanzen bis zum Auspflanzen die ganze Zeit im Minigewächshaus gehalten, oftmals mit dem Deckel drauf. Das tat den Pflänzchen aber nicht so gut. Klar, sie waren sicher vor den Fressattacken der Dschungelkatzen, aber sie sind teilweise sehr stark vergeilt, weil für die warmen Temperaturen an unserem Südfenster das Licht, das durch den Deckel kam, viel zu gering war. Deswegen versuche ich es dieses Jahr mit Kunstlicht. Sobald die Pflanzen ihr erstes richtiges Blattpaar nach den Keimblättern ausgebildet haben, werden sie in größere Töpfe pikiert und diese in die Pflanzwanne unter Kunstlicht gestellt.

    Die Erkenntnis

    … So sah zumindest der Plan aus. Jedoch stagnierte bereits nach kurzer Zeit das Pflanzenwachstum. Nur der Mais wurde größer, so dass ich ihn am 24.2.2025 in 9×9 Töpfe mit Anzuchterde gesetzt hatte (die oben erwähnten größeren Gefäße). Der Kohlrabi hingegen war extrem geeilt und auch die Tomatillo wurde bereits ziemlich lang. Zwischenzeitlich waren am 26.2.2025 auch noch zwei von vier Auberginen gekeimt, die ebenfalls in ihren Jiffy Pots in die Anzuchtstation zogen.
    Es war warm in der Wanne, ja (oftmals über 20 Grad), aber ich dachte, zumindest das helle Licht würde das ausgleichen? Aber vielleicht war die LED auch zu schwach? Ich kaufte mir daher eine andere Lampe, aber auch hier wurde ich schnell unsicher, da sich keine Änderung einstellte, bis sich mein technisch-affiner Partner der Sache annahm und mich wieder zur ersten Lampe, die ihr auch auf den Bildern hier seht, überzeugte.
    Jetzt wollte ich etwas testen. Auf Amazon kaufte ich mir daher fünf ganz kleine Gewächshäuser mit integriertem LED-Licht. Der erste Gedanke war, den Kohlrabi in so einem Gewächshaus auf dem Balkon zu halten. Aber da es zu der Zeit grade Minusgrade draußen hatte, verlegte ich die Anzucht daher kurzerhand in unseren Keller. Und da ich eh schon am Experimentieren war, kam auch noch ein weiterer Versuch hinzu: Am 24.2.2025 säte ich Kopfsalat und erneut Kohlrabi in eine wiederverwendete Obstplastikschale. Bereits nach drei Tagen keimten die ersten Samen und ich konnte mit dem Versuch starten. Einen Teil der Salatpflanzen setzte ich direkt in die bei den kleinen Gewächshäusern mitgelieferten Plastikschalen und stellte sie mit den von der ersten Charge vergeilten Kohlrabi in den Keller (mit Licht und Deckel drauf), wo es bei wärmeren Außen-Temperaturen die empfohlenen 10 bis 15 Grad hat.

    Die restlichen Keimlinge blieben am Fenster im Minigewächshaus, aber ohne den Deckel drauf. Ursprünglich waren für den Versuchsaufbau jeweils vier Keimlinge vorgesehen. Aber wie ihr hier seht, ist das passiert, was ich niemals ganz verhindern kann: Die Dschungelkatzen haben alle Keimlinge bis auf einen gegessen… seufz. Naja, was soll man machen; den letzten habe ich jetzt (hoffentlich) möglichst katzensicher auf einer anderen Fensterbank untergebracht.

    Derzeit wachsen beide Salate ganz gut. Die am Fenster in der Wohnung vergeilen erstaunlicherweise nicht, aber ich habe schon den Eindruck, dass die im Keller schneller wachsen. Mal schauen. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.

    Lösung

    Nach dieser Odyssee konnte ich für meine Anzucht auf jeden Fall folgende Probleme und deren feststellen:

    • Anzuchtgefäße: Die 9×9 Töpfe sind perfekt, obwohl ich sie eigentlich für pikierte Pflanzen vorgesehen hatte. Seit ich die Tomatillo hier eingesetzt habe, kann man ihr täglich beim Wachsen zuschauen. Der Trick: Hier hält sich die Feuchtigkeit gut, denn das ist, wie ich festgestellt habe, ein großes Problem mit den Jiffy Pots. Von meiner Aussaat im Februar ist in diesen Pots mehr als die Hälfte bis heute nicht aufgegangen. Die Erde darin trocknete superschnell aus, während die Töpfe bereits anfingen sich aufzulösen. Ich habe diese Aussaaten am 4.3.2025 wiederholt und zwar in den mitgelieferten Plastikschalen der fünf Minigewächshauser – bereits nach sechs Tagen sind so gut wie alle Samen der ersten Schalte aufgegangen, davon auch zwei Sorten, die in der ersten Runde gar nicht aufgingen.
    • Erde: Die Anzuchterde, die ich kaufe, ist recht grob. In vielen Videos habe ich gesehen, dass manche Leute daher ihre Erde sieben. Dies habe ich auch gemacht und gleichzeitig im Ofen sterilisiert, da wir dieses Jahr recht viele Trauermücken wegen der Überwinterungspflanzen haben. Zudem habe ich die Erde in den Töpfchen vor dem Aussäen angedrückt. So können die Keimlinge die Erde gut durchstoßen und dabei ihre Samenhülse in der Erde lassen, anstatt sie auf den Blattspitzen mit nach oben zu nehmen (und sich dabei womöglich gar nicht erst öffnen können).
    • Vorkeimen: Da in der ersten Runde grade die langsam wachsenden Samen von Tomatillo, Aubergine, Paprika und Chili nicht aufgegangen waren, habe ich sie in der zweiten Runde in lauwarmen Kamillentee vorkeimen lassen. Um dafür ein Gefühl zu bekommen, habe ich zunächst die Samen aber nur einige Stunden und nicht, wie teilweise empfohlen, bis zu zwei Tage im Tee gelassen. Bei der Tomatillo und der Aubergine hat sich der Effekt aber bereits bemerkbar gemacht: Alle gepflanzten Samen sind nach sechs Tagen gekeimt.
    • Licht, Licht, Licht: Wie ihr hier auf dem Foto sehen könnt, ist diese Tomate steil nach oben gewachsen – das Ergebnis von acht Stunden unter der Haube am Südfenster. Dies verdeutlich nochmal wie wichtig es ist, dass die Pflanzen, sobald sie ihren Kopf aus der Erde stecken, viel Licht brauchen. Ich habe inzwischen die ganze Plastikschale unter meine LED in der Anzuchtwanne gestellt und seither wächst sie nicht mehr steil nach oben und bildet bereits ihr erstes richtiges Blattpaar nach den Keimblättern. Alle anderen Keimlinge in der Palette sind somit dem Geilwuchs entkommen – sie wachsen wunderbar gedrungen und, was man vor allem an den Auberginen sehen kann, schneller und besser als diejenigen aus der ersten Runde, die unter schlechteren Bedingungen angefangen haben.

    Wie ihr seht, haben sich in meiner Anzuchtstation nun, Ende März, bereits einige Pflanzen versammelt. Ob der Platz unter der Lampe reicht, gerade, wenn einige noch in größere Töpfe pikiert werden müssen? Wir werden sehen. Aber notfalls habe ich ja noch meine zweite Lampe – und die Fensterbank, die dieses Mal aber wirklich Dschungelkatzensicher gemacht werden muss. 🤨
    Ich hoffe, ich konnte euch zeigen, dass es völlig normal ist, Fehler bei der Anzucht zu machen, denn das Wissen, was man daraus gewinnt, ist unbezahlbar. Und wie sagt man so schön: Versuch macht Kluch 🤓

  • Den Dschungelbalkon frühlingsfit machen

    Den Dschungelbalkon frühlingsfit machen

    Die Tage werden langsam länger, die frostfreien Nächte immer häufiger. Höchste Zeit also, den Balkon auf die neue Saison vorzubereiten. Heute zeige ich euch, wie ich die ersten Sonnentage Ende Februar nutze, um gemeinsam mit den vier Dschungelkatzen unseren Balkon frühlingsfit zu machen.


    Beerensträucher umtopfen und beschneiden

    Dieses Jahr wage ich mich zum ersten Mal an den Schnitt meiner Beerensträucher. Einige habe ich bereits mehrere Jahre und bis dato weder einmal beschnitten noch umgetopft. Zeit also, dieses Projekt anzugehen.

    Beim Schnitt bin ich ehrlich gesagt noch eher ratlos – ich habe viele Ratgeber gelesen, aber ich erkenne an meinen Beerensträuchern nicht wirklich wie alt die Äste jeweils sind. Deswegen habe ich hier eher nach Gefühl geschnitten. Mal schauen, was daraus wird.

    Viel wichtiger war aber das Umtopfen meiner langlebigsten Sträucher: Heidelbeere und Stachelbeere. Beide habe ich seit 2019 und noch nie die Erde getauscht. Höchste Eisenbahn also. Bis dato hatte ich auch eine ebenso alte Brombeere. Von dieser habe ich mich dieses Jahr aber schweren Herzens getrennt. Sie trug bereits seit einigen Jahren nicht mehr wirklich viel, was vor allem daran lag, dass sie keine neuen Triebe gebildet hat (Brombeeren fruchten am zweijährigen Trieb). Das soll wohl aber auch an der Züchtung liegen, habe ich gelesen (es war eine Navaho). Auch war der Topf total durchgewurzelt. Ich denke, hier trafen beide Bedingungen einfach ungünstig zusammen. Für die nächste Saison werde ich mir die Zwerg-Hängebrombeere Coolaria Cascata Black kaufen. Im Gegensatz zu meiner vorhergehenden Brombeere, die ich damals so ziemlich impulsiv und ohne vorherige Recherche im Gartencenter gekauft hatte, ist diese Sortenentscheidung bewusst getroffen: Sie ist kleinwüchsig und kann sogar in Balkonkästen kultiviert werden.

    Nun aber zurück zum eigentlichen Thema, dem Umtopfen.

    Hier bin ich wie folgt vorgegangen: Zunächst habe ich mir alle Utensilien, die ich benötige, bereitgelegt:

    • Erde
    • Pflanzgranulat
    • Vlies
    • Langzeitdünger
    • Pflanze
    • Unterlage

    Dann ging es auch direkt los. Zunächst habe ich den Ballen aus dem Topf gezogen und versucht, die Wurzeln etwas zu lockern. Normalerweise sollte man vor dem Umtopfen den Ballen sich nochmal im Wasser vollsaugen lassen. Darauf habe ich aber verzichtet. Obwohl für die nächsten Tage kein Frost angesagt ist, wird es nachts nicht viel wärmer als 0 Grad. Das ist mir zu riskant, zumal beide Pflanzen noch gut gewässert waren.

    Weiter ging es mit der Vorbereitung des Topfes. Ich habe nochmal dasselbe Pflanzgefäß genommen, da größere Töpfe leider nicht mehr auf den Dschungelbalkon passen würden. Da wir langfristig aber nach einem Haus mit Garten (und großem Balkon 😊 ) suchen, habe ich die Hoffnung, dass ich dann allen Sträuchern ein größeres Behältnis spendieren kann.

    Lilly ist natürlich mit vollem Einsatz dabei 😁

    Zunächst habe ich eine Schicht Pflanzgranulat auf dem Topfboden verteilt (eine umweltfreundliche Variante von Blähton) und darüber ein zugeschnittenes Stück Vlies gelegt. Hierauf kam nun frische Erde sowie eine Portion Langzeitdünger. Normalerweise verwende ich Schafwollpellets, diese sind jedoch nicht für Heidelbeeren geeignet (aufgrund der sauren Erde), weswegen ich hier auf einen anderen Dünger ausgewichen bin.

    Dann habe ich das gut eingearbeitet und den Ballen eingesetzt. Noch eine kleine Schicht neue Erden obendrauf, gut andrücken und voilà – der Strauch ist bereit für die neue Saison.



    Überwinterte Pflanzen umtopfen

    Genauso habe ich auch mit meinen Pflanzen verfahren, die ich auf dem Balkon überwintert habe: Erdbeeren und Chilis.

    Seit diesem Jahr habe ich ein Hoch- bzw. Vertikalbeet auf dem Balkon. Hier möchte ich platzsparend gärtnern und vor allem kleinwüchsige und dafür geeignete Pflanzen anbauen, so wie Erdbeeren. Die drei Exemplare, die ihr hier seht, haben bereits Mitte Februar ausgetrieben; von zwei anderen habe ich mich bereits getrennt. Die verblühten Stängel habe ich abgeschnitten und alle drei nun zusammen in eine Etage gesetzt. Vorne ist noch Platz für ein neues Exemplar, das ich mir diese Saison noch im Gartenhandel holen werde (Erdbeeren selber ziehen hat bei mir wiederholt nicht geklappt, weswegen ich das sein lasse). Zudem werden die Lücken im März/April noch mit Dill und Ringelblumen aufgefüllt.

    Hier sieht man noch meine drei aufbereiteten Chilis, von denen ich zwei (Chili und Pimientos) letztes Jahr aus Samen gezogen habe. Bei Chilis weiß man nie so genau, ob sie den Winter überlebt haben, aber wenn sie es geschafft haben, ist der Ertrag erstaunlich.

    Und ja, das funktioniert auch in diesen Mini-Töpfen – leider sind die so ziemlich das einzige Gewicht, das wir direkt an unserem Katzennetz befestigen können. Chilis sind nämlich für Katzen giftig, sowohl die Früchte als auch die Blätter.

    Und falls ihr euch fragt, was ich mit der alten Erde gemacht habe: Diese habe ich in meinen großen 40x60cm Topf gekippt und werde sie im Laufe der nächsten Wochen aufbereiten.

    Und was ebenfalls bald ansteht ist das Umtopfen und Aufbereiten meiner im Haus überwinterten Pflanzen: Physalis und zwei Zitruspflanzen. Darauf freue ich mich auch schon.